Mehr Schein als Sein: Das Janusmotiv im Job

Suzanne Grieger-Langer: So schützt man sich vor Kollegen, die nur vordergründig freundlich sind

Im Beruf kennt jeder Kollegen, die er mag, und solche, die er weniger mag. Das ist völlig normal. Meist deckt sich diese Einschätzung mit dem Großteil der Belegschaft. Das gilt insbesondere dann, wenn es um geschätzte Kollegen geht, die scheinbar niemals anecken und von allen gemocht werden. Und genau an dieser Stelle liegt das Problem: Wenn einem nämlich genau solch einer mal quer kommt, bekommt man häufig ungläubige Blicke zu sehen. „Du siehst Gespenster“, oder „Der soll so etwas gesagt haben? Das kann ich mir nun aber beim besten Willen nicht vorstellen“, lauten die typischen Reaktionen der anderen Kollegen, die nur eine Seite des Mitarbeiters kennen – nämlich die sympathische. Derjenige, dem dies bekannt vorkommt, sollte sich fragen, ob er es im Kollegenkreis mit einem doppelgesichtigen Trickser zu tun hat – quasi einem modernen Mr. Hyde.

Es gibt wohl niemanden, der nicht schon einmal von der Geschichte „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ gehört hat. Das dazugehörige Buch des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson aus dem Jahr 1886 wurde vielfach verfilmt. Die Novelle über den angesehenen Arzt Dr. Jekyll, der in der Nacht seine dunkle Seite als Edward Hyde auslebt, ist das beste Beispiel für einen Menschen mit zwei Gesichtern. Das Gleiche gilt für Janus, den römischen Gott des Anfangs und des Endes, der in der Mythologie mit zwei Köpfen abgebildet wird. Janus hat das Wort „Janusköpfigkeit“ für Menschen geprägt, die zunächst einmal sympathisch, offen, hilfsbereit und freundlich erscheinen und der Öffentlichkeit stets ihr Sonntagsgesicht zeigen. Ihr wahres Gesicht – also die dunkle Seite – bleibt zunächst verborgen. Dieses wird nur dann gezeigt, wenn sich der betreffende Kollege unbeobachtet oder überlegen fühlt. Ist der sprichwörtliche Vorhang schlussendlich gefallen, kommt die groteske Fratze zum Vorschein, die sich dahinter verbirgt.

Janusköpfige Kollegen haben ein simples Motiv: Sie wollen unter allen Umständen den positiven Schein aufrecht erhalten, der ihnen den Status als beliebter Sonnenschein sichert – notfalls auch mithilfe perfider Lügen. Alles an diesen Leuten ist mehr Schein als Sein. Das freundliche, gewinnende Gesicht soll allen im Betrieb vormachen, dass man es hier mit einem tollen, sympathischen Kerl zu tun hat, der immer da ist, um seine Hilfe anzubieten, wenn es irgendwo brennt, dem man seine Sorgen anvertrauen kann und mit dem man jederzeit auch mal ein Feierabendbierchen trinken gehen. Dies ist die eine Seite der Medaille. Die andere zeigt der Januskopf nur dann, wenn er sich sicher ist, dass dies sonst niemand mitbekommt. Seine schlechte Seite kommt immer dann zum Vorschein, wenn der Trickser der Meinung ist, es mit jemandem zu tun haben, der ihm nicht das Wasser reichen kann – also insbesondere mit Kollegen, die in der Hierarchie unter ihm stehen oder von denen er denkt, dass sie dies tun.

Profiler wissen: Auch Menschen, denen der doppelgesichtige Trickser im Laufe der Zeit sein wahres Ich präsentiert, wurden zuvor mit dem Sonntagsgesicht um den Finger gewickelt. Das führt dazu, dass die Opfer erst einmal gar nicht wissen, wie ihnen geschieht, wenn die Maske fällt. Meist setzt der Blender sein sympathisches Gesicht gerade solange auf, bis er seine Forderungen durchgedrückt hat. Wer würde auch schon Nein sagen, wenn er von einem offenkundig sympathischen, allseits beliebten Kollegen um einen Gefallen gebeten wird? Erst, wenn eine gewisse Abhängigkeit zum Trickser besteht, weil man den Kollegen etwa mal um einen Gefallen gebeten hat, den dieser damals – vermeintlich gern – erledigt hat, packt der Blender seine wahre, brutale Seite aus.

Das, was Menschen, die sich auf der Arbeit mit einem doppelgesichtigen Mitarbeiter herumschlagen müssen, immer wieder erleben, ist der Umstand, dass ihnen niemand glaubt, wenn sie dies gegenüber anderen Menschen zur Sprache bringen. Selbst diejenigen, die das wahre Gesicht des fraglichen Mitarbeiters schonmal gesehen haben, trauen sich in aller Regel nicht, davon zu berichten – aus Angst, noch einmal in den Fokus des Tyrannen zu geraten.

Hier beginnen nun viele Menschen, an sich selbst zu zweifeln. Man denkt vielleicht, man tage selbst die Schuld daran, dass der Kollege derart ausfallend geworden ist. Da der Rest der Belegschaft scheinbar ein ganz anderes Bild vom Blender hat, kommen Selbstzweifel hoch, die soweit führen können, dass man denkt, man selbst wäre böse – wie sonst könnte man ein derart negatives Bild von einem Menschen haben, den alle anderen nett, loyal und sympathisch finden? Ein derartiger Zwiespalt kann mitunter zu einer waschechten Traumatisierung führen.

Derjenige, der den Verdacht hat, es im Betrieb mit einem doppelgesichtigen Trickser zu tun zu haben, kann folgende Dinge tun:

  1. Klärung: Zuerst einmal darf man sich zugestehen, dass einen die eigene Wahrnehmung nicht trügt. Danach kann man das Gespräch mit anderem Mitarbeitern suchen und diese nach ihrem Eindruck fragen.
  2. Stabilisierung: Desweiteren geht es darum, Verbündete zu finden. An dieser Stelle ist Zeit, wieder in die eigene Kraft zu kommen.
  3. Aufdeckung: Wer eine Situation provoziert, in der andere Mitarbeiter mitbekommen, was der Blender so treibt, wird nach und nach immer mehr Menschen auf seiner Seite haben. Die Taten an die Öffentlichkeit zerren, lautet hier die Lösung.

Abstand halten, aufrechnen, abgrenzen: So legen Sie Manipulateuren das Handwerk

Suzanne Grieger-Langer: Niemand muss sich im Job ausnutzen lassen!

Diese Situation kennt wohl jeder: Da hat man einen Kollegen im Job mal um einen kleinen Gefallen gebeten – und schon bekommt man diese Hilfe immer wieder aufs Brot geschmiert, wenn es etwa darum geht, eine Gegenleistung zu erbringen – vielleicht in Form von unliebsamen Arbeiten oder Extraschichten. Trotz allen Einsatzes fühlt man sich anschließend weiterhin schuldig – schließlich wird der einst so hilfsbereite Kollege nicht müde, immer wieder zu betonen, wie großartig und rühmlich seine Hilfe damals war. Das nächste Mal, wenn Sie sich deshalb schuldig fühlen, halten Sie zunächst einmal inne. Fragen Sie sich ganz konkret, ob Sie tatsächlich bei jemandem in der Schuld stehen. Es kann nämlich ebenso gut sein, dass sie schlicht und einfach manipuliert wurden. In diesem Fall handelt es sich nicht um eine wirkliche Schuld, sondern vielmehr um ein Schuldgefühl – also den Anschein von Schuld.

Schuld ist ein vielschichtiges Thema, das viele Bereiche umfasst: ethische, soziale, rechtliche und psychologische. Gleichzeitig ist Schuld ein anthropologisches Phänomen, das Menschen in allen Kulturen immer wieder aufleben lassen. Schuld ist etwas Alltägliches, das das Schuldgefühl typischerweise gleich mitliefert – als etwas zutiefst Menschliches. Das Gefühl, bei einem Kollegen in der Kreide zu stehen, ist äußerst unangenehm. Schließlich fühlt sich eine unerledigte Bringschuld auch immer wie eine Abhängigkeit an, bis man sich schlussendlich mit einem oder mehreren Gefallen davon befreit hat. Eben dieses Gefühlsphänomen machen sich Trickser zunutze. Im Job etwa wollen sie uns weismachen, wir hätten – mindestens moralisch – gar keine andere Wahl, als immer neue Forderungen zu erfüllen.

Menschen, die ihre Hilfe nur deshalb anbieten, um anschließend Gegenleistungen fordern zu können, die in keiner Relation mehr zum ursprünglichen Entgegenkommen stehen, nennt man Manipulateure. Manipulateure gibt es nicht nur im privaten Umfeld, sondern eben auch im beruflichen – und zwar sowohl im Kollegenkreis als auch in der Chefetage. Das Motiv dieser Trickser: Sie setzen auf die Schuld-Taktik, um bei Kollegen, aber auch in der Chefetage die unterschiedlichsten Dinge einzufordern – etwa, wenn es darum geht, unliebsame Aufgaben abzugeben oder etwaige Extraschichten zu vermeiden.

In der Regel halten Trickser wie diese ihren Opfern eine Hilfsaktion aus der Vergangenheit vor, in der sie sich als Retter hervorgetan haben. Vielleicht haben sie mal – vermeintlich großzügig – jemandem beim Erledigen einer Arbeit geholfen, damit alles fristgerecht fertig wird, oder einen Dienst mit einem Kollegen getauscht, der dringend Ersatz suchte. Genau in diesem Moment, so wird der Trickser anschließend nicht müde zu betonen, sei die Schuld entstanden, in der man nun stehe. Etwaige Zweifel daran tut der Trickser mit großem Nachdruck und lauter Kritik ab. Wer sich auf ein derartiges Machtspiel einlässt, wird schneller, als ihm vielleicht lieb ist, feststellen, dass er ausgenommen wird wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans.

Der ursprüngliche Gefallen, um den man seinen Kollegen dereinst gebeten hatte, wird auf diese Weise zu einem Schuldschein, der Monate oder sogar Jahre lang immer wieder moralisch mahnend hervorgeholt wird, wenn etwas nicht so läuft, wie es sich der Blender wünscht. Profiler wissen: Bei diesen Schuldscheinen handelt es sich um eben das, was es wortwörtlich meint: den Schein von Schuld. Dies aber muss man erst einmal durchschauen, denn die Blender verstehen es vorzüglich, den Anschein zu erwecken, es gäbe tatsächliche eine Schuld. Wer Opfer eines solchen Manövers wird, hat sich in Wahrheit ein X für ein U vormachen und sich emotional erpressen lassen.

Damit ein Trickser sich möglichst lange auf seiner Masche ausruhen kann, sammelt er gern eine ganze Menge Hilfsaktionen, die er dann als Hilfs-Schuldscheine einsetzt, um seine Forderungen mit – seiner Meinung nach – Fug und Recht durchzudrücken. Außerdem gibt es die scheinbaren Opfer-Schuldscheine, bei denen der Blender auf die Tränendrüse drückt, um das Team dazu zu bewegen, seine Arbeit mitzumachen, weil es ihm so furchtbar schlecht geht oder er enorme private Belastungen hat – oder, oder, oder. Auf welche Form auch immer der Trickser in Ihrem Kollegenkreis setzt: Es sind immer alte Kamellen, die wieder und wieder aufgewärmt werden, um unverschämte – und typischerweise vollkommen ungerechtfertigte – Bitten an seine Beute zu stellen.

Die meisten Trickser sammeln nur einige wenige emotionale Schuldscheine, um sich mit einem relativ kleinen Gegenwert zufrieden zu geben: Sie haben etwa ausgerechnet dann schlimme Bauchschmerzen, wenn sie gebeten werden, eine Zusatzaufgabe zu erledigen. Doch es gibt auch Nimmersatte unter den Tricksern, die um höhere Einsätze spielen. Diese Manipulateure plustern ihre Schuldscheine groß auf und sind sich auch keineswegs zu schade, Schuldscheine zu fälschen oder gleich gänzlich zu erfinden. Die betrügen ihre Kollegen, Chefs und Mitarbeiter ganz ungeniert, weil sie in ihren eigenen Augen so viel Guthaben auf ihrem Leistungskonto haben, dass sie sich vollkommen berechtigt fühlen, um Arbeitszeit zu betrügen oder ganze Rufmordkampagnen anzuzetteln. Nicht selten werden solche Exzesse auch lautstark begründet: „Ich habe das lange genug ertragen!“, „Nun reicht es aber“ oder „Nun habe ich aber die Nase voll!“. All das sind typische Aussagen, die die Opfer vorab zu hören bekommen. Übersetzt meint der Trickser, er könne nun an der großen Losbude des Lebens endlich seinen Preis abholen – selbst, wenn sein Schuldschein nur auf Lügen basiert. In aller Regel ist der Tropfen, der das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen gebracht hat, eine Kleinigkeit gegen das, was der Trickser dafür fordert.

 

Was können Opfer tun, um Blendern, die sich immer wieder auf eine vermeintliche in der Vergangenheit angehäufte Schuld berufen, das perfide Handwerk zu legen?

  1. Abstand: Bevor man überhaupt irgendetwas tut, sollte man zunächst auf Abstand zum Blender gehen – raus aus der Manipulationsblase und zurück zu sich selbst.
  2. Aufrechnung: Im nächsten Schritt sollte man unbedingt prüfen, ob man sich tatsächlich verschuldet hat oder nicht. Es ist nicht selten so, dass der „Punktestand“ sogar zu den eigenen Gunsten ausfällt. Ein neutraler Blick ist unabdingbar, um die Situation so einzuschätzen, wie sie wirklich ist.
  3. Abgrenzung: Generell ist es absolut notwendig, sich dem Trickser gegenüber abzugrenzen und nachdrücklich klarzustellen, dass der sprichwörtliche Drops längst gelutscht ist. Im Prinzip reichen vier Buchstaben: Nämlich ein klares NEIN. Wer hier keine deutlichen Worte findet, sollte sich nicht wundern, wenn er auf immer und ewig Spielball des Tricksers in dessen Machtspiel bleibt.

Trickser haben ein besonders gutes Handicap

Suzanne Grieger-Langer: So durchschaut man unglaubwürdige Schutzbehauptungen

Wer in seinem Leben schon einmal Opfer eines Tricksers geworden ist, hat sich bestimmt vorgenommen, nie wieder auf die Masche eines Blenders hereinzufallen. Man ist fest entschlossen, fremden Menschen, denen man privat oder im Beruf begegnet, künftig mit besonderer Vorsicht zu begegnen, um die sprichwörtliche Spreu vom Weizen zu trennen, bevor es wieder einmal zu spät ist und man sich erneut von Lügen und Manipulationen hat blenden lassen. Diese Schutzhaltung ist nachvollziehbar, reicht aber in den meisten Fällen als Verteidigungsstrategie nicht aus. Denn: Unter den Tricksern gibt es welche, die ihr perfides Handwerk besser verstehen als andere. Die Meister unter den Blendern haben ein besonders gutes Handicap in ihrem fragwürdigen Metier.

Das Handicap eines Tricksers ist das, was man in der Kriminalistik eine unglaubwürdige Schutzbehauptung nennt. Es sind fadenscheinige Ausreden, die das Gegenüber in eine Rolle drängen, in der es das Gefühl bekommt, den Trickser retten zu müssen. Dem Blender selbst geht es allerdings schlicht darum, Mitleid bei seinem Opfer zu erzeugen, um seinen Willen durchzusetzen und dabei unangenehme Konfrontationen zu vermeiden. Dabei setzt der Blender sein manipulatives Verhalten ganz geschickt immer dann ein, wenn andere Manipulationstechniken versagen.

Das Handicap des Tricksers legt — wie beim Golf die Spielstärke — die Verantwortungs- und Einsatzstärke fest. Während man beim Golf allerdings stolz ist auf ein niedriges Handicap und damit auf eine hohe Spielstärke, ist der Trickser an einem möglichst großen Handicap und damit an einer möglichst niedrigen Verantwortungseinforderung interessiert. Denn dann darf er viel öfter zu- und abschlagen, ohne dafür die Konsequenzen tragen zu müssen.

Profiler wissen: Der Trickser benutzt sein Handicap, um im Machtpoker die Verantwortung auf die anderen Beteiligten zu verteilen. Egal, was schiefläuft: In den Augen des Blenders tragen immer die anderen die Schuld – Kritik prallt gänzlich an ihm ab. Sein Handicap soll den Blender rechnerisch angleichen. Damit kann er durchaus gegen sein Opfer gewinnen, auch wenn dieses besser spielt, kompetenter, zuverlässiger und stärker ist. Das Handicap ist prinzipiell nichts weiter als die gute alte Mitleids-Masche. Im Notfall wird dann auch schon mal in tränenreicher Verzweiflung auf das persönliche

Handicap verwiesen. Und dann ist plötzlich kein Raum mehr für die Anfragen oder Forderungen von Kollegen oder Vorgesetzten. Kollegen, die hier nicht hellwach sind und die Situation durchblicken, werden sich schnell dabei ertappen, mit dem Trickser mitzufühlen, seine Angst zu teilen und ihn zu trösten.

So mancher Trickser entpuppt sich als eine wahre „Zitronenpresse“: Er schlägt die Gefühlssaite an und nutzt seine Kollegen aus, indem er immer mehr Hilfe und Unterstützung verlangt und dafür immer neue Geschichten vorgaukelt. Wenn der Retter – sprichwörtlich ausgepresst wie eine Zitrone – nicht mehr „rentabel“ genug ist, entledigt sich der Blender seiner ohne die geringste Gemütsbewegung. Erst, wenn ein Helfer fallengelassen wird wie eine heiße Kartoffel, wird den meisten bewusst, dass sie überhaupt ein Opfer geworden sind.

Ein Handicap kann alles sein. Bei den Vätern und Müttern unter den Tricksern sind die Kinder das größte Handicap: Arbeitgeber, Vorgesetzte, aber auch Kollegen, die beispielsweise fordern, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen oder Überstunden zu machen, um eine Terminsache fristgerecht zu erledigen, müssen sich mitunter gefallen lassen, dass man sie als kinderfeindlichen Karrieristen abstempelt. Es geht aber auch subtiler: Trickser schieben nicht selten einfach den Stress im Alltag, diffuse Schmerzen oder eine nicht funktionierende Beziehung vor, um im Job von Zusatzaufgaben ausgenommen zu werden und möglichst glimpflich – soll heißen ohne große Anstrengung – durch den Arbeitsalltag zu kommen.

Was auch immer die Gründe eines Tricksers für seine Verantwortungsvermeidung sein mögen – sie sind unannehmbar und das Verhalten unentschuldbar, denn die perversen Manipulationen verursachen ernsthafte Störungen im Team und im gesamten Unternehmen.

 

Drei Tipps, um sich vor Manipulationen zu schützen, lauten:

  1. Kläre, was die Vertragssituation ist: Wird jeder seiner Seite gerecht? Oder beklagt gerader derjenige Ungerechtigkeit, der selbst ungerecht ist?
  2. Prüfe, wie das Verhältnis von Geben und Nehmen ist: Erkennst Du auch bei sachlicher Prüfung ein Ungleichgewicht?
  3. Und selbst wenn es sich um ein echtes Handicap, vielleicht sogar eine Notlage handelt: Kannst Du Dich und Dein Team tatsächlich damit zusätzlich belasten?
Suzanne Grieger-Langer über Manipulation - Photo by Yomare -pixabay

Trickser manipulieren Nähe und Distanz

Suzanne Grieger Langer: So stärken Sie Ihre Position im Machtpoker

Menschen, die im Beruf erfolgreich sind oder werden wollen, wissen, dass der Weg zum Ziel mitunter steinig ist. Die Karriereleiter ist voll von unzähligen Herausforderungen und Stolpersteinen, die einem häufig von Männern und Frauen in den Weg gelegt werden, die den Aufstieg eines Kollegen damit ganz bewusst sabotieren. Die Gründe dafür sind subtil und pragmatisch zugleich: Oft sind es Neid, Missgunst und die eigenen beruflichen Ambitionen, die Trickser und Blender zu ihren Machtspielchen antreiben. Schützen kann sich nur, wer die Spielregeln dieses Machtpokers kennt.

Trickser manipulieren Nähe und Distanz, Oben und Unten, Wahrheit und Gewissheit. Blender führen ihre Opfer in eine Illusion, indem sie sie glauben lassen, die Wahrheit zu kennen. Dabei ist es immer nur der Glaube an eine vermeintliche Wahrheit, der den Ausgetricksten in trügerischer Sicherheit wiegt, nicht die Wahrheit selbst. Im treuen Glauben an diese Gewissheit lassen sich die Opfer der Blender immer weiter weg lenken von der Wahrheit selbst. Wenn die Manipulierten – oft unsanft – aus ihrer Illusion gerissen werden, ist es meist zu spät – dann ist der Schaden bereits angerichtet. Bis es dazu kommt, dass ein Opfer gewahr wird, dass es überhaupt ein Opfer ist, vergehen nicht selten mehrere Jahre. Dementsprechend braucht es hier keine gesonderte Erklärung dazu, wie wichtig es ist, gar nicht erst in den Bann eines Blenders zu geraten.

Wer sich vor Manipulationen schützen will, muss zunächst einmal einen Blick für diejenigen Situationen entwickeln, in denen Manipulationen drohen. Erst, wenn man erkennt, was da tatsächlich vor sich geht, kann man auch dagegen vorgehen – und zwar, indem man den Blender mit seinen Lügen konfrontiert. Dazu braucht man einen klaren Kopf und eine gute Strategie. Appeasementpolitik bringt hier niemanden weiter. Der Trickser hat sowieso wenig bis überhaupt keinen Respekt vor seinen Opfern. Wer denkt, durch Sympathie, Nettigkeiten, konstruktive Kritik und kollegiale Gespräche wieder eine gemeinsame Basis herstellen zu können, der irrt. Profiler wissen: Sympathie braucht Respekt. Den aber bringt der Trickser gar nicht erst auf für andere Menschen – insbesondere nicht denen gegenüber, die er für Opfer hält. Wer zu nachgiebig auftritt, befeuert noch die Verachtung, die der Trickser ohnehin schon für ihn hegt. Wer in Harmoniesucht alles mitmacht und sich nicht traut, mit der sprichwörtlichen Faust auf den Tisch zu hauen, bleibt eine Spielfigur im Machtpoker.

Wer verhindern will, im beruflichen Alltag Opfer eines Blenders zu werden, muss sich zunächst einmal selbst darüber im Klaren werden, was er will – und was nicht. Eine Universallösung für Manipulationen besteht darin, die persönliche Eigenverantwortung zu stärken. Auch hilft es, gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz zu leben. Positionen müssen klar formuliert werden. Gleichzeitig sollten auch die Meinungen, Wünsche und Haltungen der Kollegen akzeptiert und respektiert werden – selbst dann, wenn sie der eigenen Haltung entgegenstehen. Bei unterschiedlichen Positionen empfiehlt es sich, die Hintergründe aktiv und interessiert zu hinterfragen. Gleichzeitig sollte man die Hintergründe zu seiner eigenen Position formulieren.

 

Manipulationen werden oftmals in unsicheren Situationen eingesetzt. Eine sichere, erlaubende Atmosphäre reduziert also nicht nur die Anzahl von Manipulationen und manipulativen Machenschaften, sondern auch deren Härtegrad.

Suzanne Grieger-Langer: Psychopathen wissen, wie man Menschen manipuliert

Profiler raten: Entscheider sollten schon im Bewerbungsprozess die sprichwörtliche Spreu vom Weizen trennen

Der Begriff des Psychopathen ist weithin geläufig: Die Menschen verbinden damit zwielichtige Gestalten in Film und Fernsehen, die etwa als Serienmörder ganze Scharen von Ermittlern auf Trab halten, bevor sie in einem rasanten Finale festgesetzt und ihre kriminellen Machenschaften gestoppt werden können. Nur die wenigsten Menschen wissen indes, dass uns Psychopathen ganz konkret auch im Alltag begegnen: Nicht als Gewalttäter im eigentlichen Sinne, wohl aber mit der gleichen negativen Energie: Psychopathen – egal ob privat oder beruflich – geht es darum, ihre persönlichen Ziele zu erreichen, und zwar ohne Mitleid, Rücksicht oder Reue. Wer verhindern will, einen Psychopathen auf einen wichtigen Posten zu setzen oder – so dies versehentlich schon geschehen ist – diesem eine sensible Aufgabe anzuvertrauen, muss wissen, wie dieser tickt.

Einem Psychopathen fehlt von Geburt an der emotionale Link im Gehirn. Sein Gefühlsapparatur steht quasi ab Werk auf „Off“. Weil Gefühle Menschen bekanntlich sehr stressen können, lässt der Psychopath diese Einstellung sehr bewusst so, wie sie ist. Damit ist er im Geschäftsleben klar im Vorteil. Ein Psychopath ist zu allererst ein Eindrucksmanager: Er steuert gezielt den Eindruck, den andere von ihm haben. Ganz anders sieht dies bei den Aufgaben aus, die ihm im beruflichen Alltag zugewiesen werden: Diese erledigt er nur dann, wenn es seinem persönlichen Plan dient. Denn nur diesem Plant dient auch er selbst. Der Psychopath ist ein Performer, der ausnahmslos für sich selbst arbeitet. Psychopathen können Firmen kurzfristig voranbringen – aber nur dann, wenn dies zufällig ihrem eigenen Ziel entspricht. Irgendwann wird ihnen langweilig und dann richten sie Schaden an. Die Gefahr ist systemimmanent. Der Psychopath ist also ein Loyalitätssimulant und damit brandgefährlich – man kann nie wissen, was er als Nächstes tut. Bei einem Psychopathen hat man es mit einem Blender zu tun, der nur oberflächlich über Charme verfügt. Worüber er allerdings sehr wohl verfügt, sind raffinierte Lügen und einnehmende Umgangsformen. Diese helfen ihm dabei, hohe Positionen einzunehmen und das Vertrauen der Entscheider zu gewinnen.

Ein Psychopath ist überzeugt von seinem übersteigerten Selbstwert. Das lässt ihn mitunter äußerst arrogant und eingebildet reagieren – aber immer nur Menschen gegenüber, die er niedriger einstuft, als sich selbst. Kritik prallt ganz und gar an ihm ab. Der Psychopath ist ein versierter Lügner und führt seine Opfer ohne Skrupel bewusst in die Irre –  manchmal einfach nur aus Langeweile. Dabei fehlt es ihm an jeglichem Reuegefühl oder Scham. Profiler wissen: Ein Psychopath ist geradezu unbarmherzig und blind für die Bedürfnisse anderer. Sofern ihm diese nicht dienen, hegt er Verachtung für seine Kollegen, die er nicht selten als Opfer sieht.

So, wie der Psychopath menschliche Beziehungen komplett ablehnt – ganz egal, ob es sich um persönliche oder berufliche dreht – lehnt er auch jegliche Form von Absprachen ab. Verabredungen und Verträge hält er nicht ein. Dass dieser Wesenszug im Beruf an allen Ecken und Kanten zu Problemen führt, bedarf keiner gesonderten Erklärung. Insgesamt ist der Psychopath die wandelnde Verantwortungslosigkeit, weshalb es immens wichtig ist, einen Menschen mit diesem Wesensmerkmal möglichst früh – am besten bereits im Bewerbungsprozess – von den geeigneten Jobanwärtern zu unterscheiden. Entscheider sind gut beraten, ein besonderes Augenmerk darauf zu legen, wie jemand kommuniziert. Der Psychopath fordert typischerweise vom Umfeld vieles ein, was er selbst nicht liefert – etwa Respekt oder Fairness. Dabei ist er absolut unempfänglich für jede Form der psychologischen Manipulation – ganz einfach deshalb, weil er emotional nicht empfänglich ist. Um einen Psychopathen zu enttarnen, bevor er großen Schaden anrichten kann, sollte man also zwingend beobachten, wie jemand mit Menschen interagiert, die er einer Nieder-Relevanz-Kategorie zuordnet – und zwar dann, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Wertet er ab, manipuliert er und verhält er sich aggressiv? Dann sollte man definitiv die Finger von ihm lassen.

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Suzanne Grieger-Langer: Mobber, Hater und Trolle sind weiter auf dem Vormarsch

Opfer von Cybermobbing bleiben mit ihrem Leid oft im Verborgenen

Die Digitalisierung hat viele Vorteile: Komplexe Prozesse können inzwischen bequem per Knopfdruck erledigt werden, unzählige Arbeitsschritte wurden vereinfacht, beschleunigt und automatisiert. Gleichzeitig stellt die Tatsache, dass Privatpersonen, Unternehmer und Firmen heute allesamt auch online stattfinden, die Gesellschaft vor gänzlich neue Herausforderungen: Das Internet ist nicht nur Tor zur Welt, sondern auch ein Einfallstor, durch das Mobber, Hater und Trolle ihren Hass transportieren. Cybermobbing und Rufmord im Internet sind inzwischen zu einem ernsthaften Problem geworden.

Verbale Angriffe im Netz finden zwar digital statt, haben jedoch weitgehende Konsequenzen auch für die reale Welt. So kann digitaler Rufmord nicht nur seelische Schäden bei den Betroffenen anrichten, sondern auch den ganzen Lebenslauf und die Karriere zerstören – beispielsweise dann, wenn Geschäftspartner Unwahrheiten für bare Münze nehmen und in der Folge Geschäftsbeziehungen zu Mobbingopfern beenden. Das gleiche gilt für kleinere Unternehmen, aber auch für ganze Konzerne, deren Ruf durch Attacken von Internettrollen derart geschädigt werden kann, dass sie sich davon nie wieder erholen. Im Prinzip kann Cybermobbing also Existenzen zerstören.

Die Sprache der Trolle wird als Framing bezeichnet. Es schafft enge Denkkorridore: Wer den Cybermobbern lange genug folgt, wird am Ende den vorgegebenen Korridor entlang gehen und – wie von den Hatern vorgesehen – zu dem Schluss kommen, den sich die Störenfriede wünschen. Profiler wissen, dass das menschliche Gehirn Fakten nicht rein rational verarbeiten kann. Das Gehirn benötigt eine Hilfestellung, eine Einordnung, also eine Perspektive auf den Fakt. Framing stellt diese Perspektive künstlich her. Trollen zielen darauf, einen Referenzrahmen zu schaffen, in dem ein Fakt eine emotionale Bedeutung erhält, die beim Leser die jeweils gewünschte Reaktion auslöst. Wie beim wirklichen Mobbing auch, kommen Cybermobber meist erst in der Gruppe so richtig in Fahrt: In Hasskommentaren stacheln sie sich gegenseitig an. Beim Cybermobbing geht es den Trollen immer auch darum, Mit-Leser zu haben, die sich unterhalten fühlen, solange sie der Hass nicht selbst betrifft. Auch die Leser, die das Unrecht in den Posts erkennen, trauen sich meist nicht, sich einzumischen – nicht selten aus Angst, selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.

Im Vergleich zum Mobbing im realen Leben fällt es Tätern beim Cybermobbing noch leichter, Grenzen zu überschreiten: Sie fühlen sich sicher, weil sie in der Anonymität des Internets annehmen, für ihre Lügen nicht zur Verantwortung gezogen werden zu können. Mitleid haben sie nicht: Dafür sorgt schon allein die Tatsache, dass sie ihr Opfer nicht direkt vor Augen haben – und damit auch nicht das Leid, das sie durch ihren virtuellen Beschuss verursachen. Opfer, die sich nicht trauen, andere um Hilfe zu bitten, bleiben im Verborgenen. Dabei sind die Auswirkungen von Cybermobbing oftmals schlimmer als die des Mobbings im realen Leben – insbesondere, weil man vor dieser Art von Mobbing nie sicher sein kann: Cybermobbing ist Mobbing, das über den Rechner quasi direkt Einzug hält im Zuhause der Opfer – also in genau dem Bereich, der eigentlich Schutz und Zuflucht bieten sollte. Die Opfer sind dem Hass der Cybermobber somit 24 Stunden am Tag ausgesetzt. Sie leiden auch unter der Ungewissheit, wer sich hinter den Angriffen versteckt, denn es könnte jeder sein – auch jemand, mit dem man bekannt oder sogar befreundet ist. Diese Ungewissheit verunsichert viele Menschen, die dadurch Misstrauen selbst gegenüber engen Freunden entwickeln.

Die Hater greifen nicht nur Personen, sondern auch ganze Unternehmen an. Zu den häufigsten Arten von Cybermobbing gegen Unternehmen gehören Fake-Bewertungen, die auf Bewertungsportalen oder Verkaufsplattformen platziert werden. Die Verleumdung findet nicht selten auch auf Facebook oder via Twitter statt. Trolle mögen diese Plattformen, weil Schmähbeiträge dort innerhalb kürzester Zeit von vielen Usern gesehen und geteilt werden können.
Ist das Ansehen einer Firma durch üble Nachrede und ungerechtfertigte Kritik erst einmal ruiniert, ist es schwer, den guten Ruf wiederherzustellen. Firmen, die sehen, dass in Foren oder sozialen Netzwerken Unwahrheiten oder Beleidigungen über sie verbreitet werden, sollten sofort handeln, um folgenschwere Schäden ihres Rufs zu vermeiden. Zudem ist es immer auch ratsam, im eigenen Betrieb ein professionelles Reputations- und Krisenmanagement zu betreiben.

Digitale Beschimpfungen oder Verleumdungen sind kein Kavaliersdelikt: Es handelt sich um Straftaten, die mit Freiheitsstrafen von einem (Beleidigung) bis fünf Jahren (Verleumdung) geahndet werden können. Dem Gesetz zufolge stellen ganz unterschiedliche Arten von Aussagen eine Straftat dar – etwa falsche Tatsachenbehauptungen. Stellt sich eine Behauptung als nachweislich unwahr dar, kann ein entsprechender Post auch als üble Nachrede gelten und bestraft werden. Noch gravierender ist die Straftat, wenn ein Mobber seine Behauptung „wider besseres Wissen“ tätigt – also obwohl er ganz genau weiß, dass sie nicht der Tatsache entspricht. In einem solchen Fall spricht das Gesetz von Verleumdung.

Lässt sich der Wahrheitsgehalt eines Posts nicht überprüfen, handelt es sich um ein Werturteil. Hiermit kann sich ein Mobber zumindest der Beleidigung schuldig machen. Dabei ist es im Ernstfall an den Gerichten, eine exakte Linie zwischen zulässigem Werturteil und einer Schmähkritik zu definieren.

Portrait Profiler Suzanne-Grieger Langer

Profiler Suzanne Grieger-Langer: Kritik hat nicht immer Hand und Fuß

Das Annehmen von Kritik fällt nicht selten schwer: Man fühlt sich vielleicht in seinem Ego angekratzt oder in seinen Leistungen nicht anerkannt. Es ist also kein Zufall, dass das Internet voll ist mit unterschiedlichen Ratgebern dazu, wie sich Kritikfähigkeit üben und als erstrebenswerte Tugend einer gereiften Persönlichkeit und perfektionieren lässt. Dabei wird nur eine Frage oft übersehen: Die nach dem Kritiker und dem Wesen der Kritik selbst. Oft nämlich hat Kritik weniger mit dem zu tun, dem sie gilt, als mit dem, der sie äußert.

Der gefragte britisch-US-amerikanische Autor und Unternehmensberater Simon Sinek ist der Meinung, dass sich das Wesen jeder Handlung und Aussage entschlüsseln lässt, wenn man sie unter drei Gesichtspunkten betrachtet: Was, Wie und Warum. Dem Fachmann zufolge befasst sich Kommunikation viel zu oft zunächst mit dem Was, dann erst mit dem Wie und zuletzt schließlich mit dem Warum. Dabei sei das Warum der Kern der eigentlichen Aussage und damit quasi ihre Motivation. Sinek stellt dies plakativ in dem von ihm entwickelten „Golden Circle“-Modell vor, bei dem drei Kreise ineinander liegen, die jeweils eine der drei goldenen Fragen symbolisieren.
Der äußere Kreis zeigt das Was: die harten Fakten, Daten und Zahlen, also die Ratio des Menschen. Eine Stufe weiter innen liegt der Kreis des Wie: die Art und Weise, wie wir etwas tun oder sagen. Ganz innen schließlich befindet sich der Kreis des Warum: Warum tun oder sagen wir etwas? Dies ist die Stufe der menschlichen Überzeugungen, der Intuition, des menschlichen Verhaltens und der eigentliche Kern einer jeden Tat oder Aussage. Auch Kritik lässt sich mit dem „Golden Circle“ auf ihr Wesen herunterbrechen.

Um herauszufinden, ob Kritik Hand und Fuß hat, sollte man also Folgendes fragen: Was wird kritisiert, wie wird kritisiert und vor allem: warum? Die eigentliche Kritik hat in vielen Fällen mehr mit dem Wertesystem des Kritikers zu tun, als mit demjenigen, dem sie gilt. Naturgemäß stört einen nämlich immer nur das, was nicht zur eigenen Weltsicht passt. Typischerweise werfen Kritiker ihrem Gegenüber also genau das vor, was sie selbst tun, aber nicht wahrhaben wollen. Das ist das Wesen der Kritik – also das Was.

Die Art, wie Kritik zu Gehör gebracht wird, hat ebenfalls unmittelbar mit dem Wertesystem des Kritikers zu tun. Manchmal erkennt man, dass ein Kritiker bloß darauf aus ist, sich selbst zu erhöhen, indem er andere abwertet. Daran, wie die Kritik ausgedrückt wird, lässt sich also die Entwicklungsreife des Kritikers selbst ablesen. Je wohlwollender die Kritik im Sinne eines Feedbacks ist, desto entwickelter ist die Persönlichkeit, die sie äußert selbst. Je kränkender, vielleicht sogar persönlich die Kritik ist, desto unreifer ist die Person. Letzteres hat mehr mit „Fingerpointing“ zu tun, bei dem der Kritiker dem Finger auf andere zeigt, um von sich selbst abzulenken. Der letzte, aber wichtigste Punkt des Goldenen Kreises markiert das Warum. Warum wird die Kritik geäußert? Wenn sie nur darauf zielt, das Ego des Kritikers zu bedienen, oder darauf, dem eigenen Ärger Luft zu machen, hat Kritik also weder Hand noch Fuß.

VIEL FEIND – VIEL EHR: DER GRIEGER-LANGER KRIMI

Die letzten Wochen waren spannend. Ich bin ja bekannt dafür, mittendrin zu sein, statt nur dabei. Und im Moment ist es ein echter Krimi, den Ihr live mitverfolgen könnt. Was geht ab?

Fangen wir vorne an:

Tagtäglich trete ich Pfeifen und Psychopathen auf den Schlips, indem ich über ihre Machenschaften aufkläre. Die Psychopathen stört das nicht weiter, um nicht zu sagen, dass geht denen am A…llerwertesten vorbei. Doch die Pfeifen haben ihre emotionale Mühe damit, enttarnt zu werden. Und so traut sich ab und an auch mal eine aus der Deckung und versucht sich an mir mit ihren Machenschaften.

Aktuell ist es besonders spannend –mit allen Zutaten einer Rufmordkampagne.

Wer sich aktuell auf Google nach mir erkundigt, muss durch einige Blogposts den Eindruck haben, ich sei ein ganz schlimmer Finger. Da wird mir Hochstapelei angedichtet und Scharlatanerie.

Nun ja, wer in der Öffentlichkeit steht, muss auch mit Anfeindungen leben, so jedenfalls bescheinigte es mir kürzlich ein Richter. Doch es geht hier nicht um ein paar negative Posts. Vielmehr gewinne ich den Eindruck einer orchestrierten Diskreditierungs-Kampagne seitens der Aggressoren.

Ja, und das ist spannend – soweit ich erkennen kann, gehen alle Miesmeldungen auf eine einzige Quelle zurück: Bärbel Schwertfeger, die unter dem Deckmantel des Journalismus versucht, Details aus meinem Lebenslauf öffentlich mit geübter Hand zu zerpflücken, immer scharf an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und falscher Tatsachenbehauptung.

Das nennt sie dann Ermittlung und Entlarvung. Sie wäre wohl gerne Kollegin.

Viel Feind, viel Ehr

Bärbel Schwertfeger ist keinesfalls Ersttäterin, sondern bekannt wie ein bunter – mehr bissiger – Hund in der Szene. Sie selbst übrigens schrieb einst für renommierte Medien wie die WELT, die ihre Artikel löschten, aus dem Grund, dass laut WELT-Redakteur Thomas Exner: „erhebliche Zweifel an ihrer Unabhängigkeit“ aufkamen, nachdem Professor Jack Nasher sie der Lobbyarbeit für den Bund Deutscher Psychologen überführte.

Man muss kein erfahrener Ermittler sein, um zu erkennen, woher der Wind weht, wenn eine Lobbyistin Innovatoren durch den Dreck zieht. Denn das ist es, was hier passiert, ein Shitstorm. Was ist jetzt das? Da wird atmosphärisch Empörung (die Scheiße) aufgebaut, die sich um wenige Fakten rankt. Will man erkennen, was wirklich gesagt ist, muss man sich erst einmal als Entmischer betätigen, wozu natürlich niemand Lust hat. Das ist verständlich, denn wer will schon direkt in den Dreck greifen. Wahrscheinlich haben genau aus diesem Ekelaspekt die weiterverbreitenden Blogger auch nicht die Notwendigkeit gesehen, sich der grundlegendsten journalistischen Tugenden zu bedienen und spaßeshalber beide Seite zu hören.

Eine feste Behauptung ist mehr als ein wackliger Beweis – die Beweisorgie 

Die Artikel der Denunzianten sind nicht lang, doch ihre Liste an Vorwürfen, die sich um scheinbare Beweise ranken. Wir haben nach Nr. 183 aufgehört zu zählen, da sich ohnehin alles wiederholt und vor allem auf drei Bereiche konzentriert.

Warum so viele Einzelheiten, wenn es doch nur drei Vorwürfe sind? Nun das ist das Prinzip der Beweisorgie: Mit viel Material wird viel Stimmung gemacht, um davon abzulenken, dass es bei nüchterner Betrachtung wie ein Soufflee in sich zusammenfällt.

Der Corpus Delicti auf den alles zurück geht, ist mein XING-Profil Link. Und für die hier entstandenen Irritationen bin ich tatsächlich verantwortlich, denn mein XING-Profil fristet ein Schattendasein und wurde über Jahre nicht aktualisiert, da ich auf anderen Plattformen wie LinkedInFacebookYouTube und Instagram aktiv bin.

Die Vorwürfe lauten

  • Meine Methoden des Profiling seien dubios, zweifelhaft und nicht rechtskonform
  • Mein Lebenslauf sei in Sachen Hochschulen geschönt
  • Meine Titel und Berufsbezeichnungen würde ich mir anmaßen

Aha! Wer will, kann sich hier meine beruflichen Stationen und akademische Laufbahn inklusive aller Zertifikate etc. ansehen und darf selbst urteilen. Er wird diese Vorwürfe nicht nur entkräften, sondern ad absurdum führen.

Im Einzelnen:

Zunächst zum Profiling: Profiling ist ein differenzierter, mehrstufiger Prozess.

Kann man Menschen in drei Minuten einschätzen? Nun, sicher nicht in Gänze, aber einen Schaumschläger kann man schnell identifizieren, oder?

Wenn es um den Charakter insgesamt geht, da braucht es dann schon mehr:  Unser Arbeitsstart beginnt mit mindestens drei Angaben (Name, Geburtsdatum, Foto). Sie sind unser Packende, um mit Hilfe selbstlernender Algorithmen nach weiteren öffentlichen Informationen zu suchen. Und das Ganze geschieht datenschutzkonform (und nicht erst seit der DSGVO), legal und mit Begleitung eines auf IT- und Datenschutzrecht spezialisierten Juristen. Im nächsten Schritt werten die Analytiker das vorliegende Material innerhalb von 24 Stunden aus. Und erst im dritten Schritt entsteht durch die Zusammenführung aller Ergebnisse ein Charakter- und Performance-Profil.

Lebenslauf geschönt?

Was wir im Profiling auswerten ist unter anderem auch der Lebenslauf. Mein eigener scheint ein Dorn im Auge von Bärbel Schwertfeger zu sein. So kann sie es nicht ertragen, dass in meinem veralteten XING-Profil (nur 3 von 8) Lehraufträge an Hochschulen zwar begonnen, aber nicht als beendet markiert waren. Und – noch viel schlimmer –, dass ich Vortragstätigkeiten für die Hochschulen als Lehraufträge deklarierte. Mannomann, was macht da nur die Grieger-Langer.

Kurz für alle, die nicht an Hochschulen tätig sind: Ein Dozent (lateinisch „docere“) ist jemand, der andere unterrichtet – allerdings ausschließlich im Tertiär- und Quartärbereich, also an Hochschulen oder Bildungseinrichtungen für Erwachsene. Typischerweise werden alle an Hochschulen Lehrende als Dozenten bezeichnet, egal ob Professor, wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Lehrbeauftragter. Sprich, auch dann, wenn ich nur einen Vortrag an einer Hochschule halte, doziere ich. Und was ist nun ein Lehrbeauftragter? „Dozent“  ist der Oberbegriff und Lehrbeauftragte sind Dozenten auf Honorarbasis.

Auch das besondere Drama um die WU Wien, wo ich angeblich nie tätig war, löst sich in Wohlgefallen auf, wenn man bedenkt, dass Bärbel Schwertfeger nach einer Lehrbeauftragten für den Lehrbetrieb für die dortigen Studenten fragte. Doch dort war ich nicht tätig. Mein Auftrag war es, den Scientific Staff, also die PHDs, Doktoren und Professoren im Rahmen eines internen Weiterbildungsprogrammes die besonderen Anforderungen der Führung innerhalb eines Wissenschaftsbetriebes zu lehren. Hier wurde neben anderen Themen auch mein Konzept der 7 Säulen der Macht abgerufen. Dies ist für mich ein Ritterschlag und ich freue mich sehr, dass die teilnehmenden Professoren Gefallen daran fanden und ihren Nutzen ziehen konnten.

Und der zweifelhafte Studiengang, den es gar nicht geben soll?

Ein weiterer Vorwurf lautet, ein Studiengang Profiling, den ich für eine Hochschule entwickelt habe, hätte dort nie stattgefunden. Das stimmt, das ist kein Vorwurf, sondern Fakt. Gleich zu Beginn meiner Dozenten-Tätigkeitdort kam die Inspiration zu einem solchen neuen Studiengang in den Gesprächen mit dem Produktmanager der Hochschule sowie den Leitern des Studiengangs, für den ich tätig war.

Schnell wurden wir uns einig, dass ich mich an die Curriculumsentwicklung mache und wurde dazu mit den spezifischen Anforderungen für eine Implementierung an dieser speziellen Hochschule ausgestattet. Als alles fertig war: Curriculum, Lehrendenpanels etc. kamen wir in den Verhandlungen allerdings nicht zusammen und so wurde das Konzept dort nicht umgesetzt. Im Gegenteil schaute ich mich nach einer neuen Hochschule um. Denn das fertige Produkt, der fertige Studiengang, liegt vor.

Titelanmaßung

Hilfe, sie nennt sich Psychotherapeutin, das ist doch strafbar. Oha. Seit dem 1.1.1999 gilt das so genannte Psychotherapeutengesetz, das den Titel „Psychotherapeut“ für Psychologen und Ärzte mit bestimmter Ausbildung monopolisiert. Als ich 1994 am Lehrinstitut für Psychotherapie meine 2,5jährige Ausbildung abschloss, war das noch anders und es herrschte mehr Vielfalt. Für meinen Beruf als Profiler spielt der Titel keine Rolle, sondern die in der Ausbildung erlangte Kompetenz. Das Wissen um psychische Krankheiten und Störungen ist existenziell für die Einschätzung von menschlichem Verhalten. Das Zertifikat meiner Ausbildung findet Ihr hier

Und dann geht es gleich weiter: Sie nennt sich Psychologin und das ohne ein reguläres Psychologiestudium. Ja, ich weiß, viele Psychologen kotzen im Strahl, wenn sie meinen, dass die niederen Pädagogen in die höheren Weihen kommen. Well, eat this: Die Berufsbezeichnung des Psychologen ist nicht gesetzlich geschützt, wie die eines Arztes oder Psychotherapeuten. Gleichwohl darf sich nicht jeder Psychologe nennen, wie beispielsweise Coach oder Journalist (liebe echte Journalisten, verzeiht mir diese Spitze, Ihr seid nicht gemeint). Um sich laut Rechtsprechung Psychologe nennen zu dürfen, müssen drei Kriterien erfüllt sein: Abgeschlossenes Studium (nicht definiert, welches) – check –, 9 oder 10 Semester Studium (nicht definiert welches Fach) – check –, die akademische Ausbildung eines Psychologen – check! Ja, liebe Psychologen, die Pädagogik ist eine Schwesternwissenschaft und da ich bereits vor dem Studium auch mit meiner transaktionsanalytischen Ausbildung begann, habe ich rein psychologische Themen gewählt, meine Praktika in Kliniken absolviert und – entgegen vieler anderer Psychologen, sogar regulär in einer Klinik für polyvalent Abhängige gearbeitet. Ja, ich darf mich Psychologin nennen, wenn ich es denn möchte.
Bärbel Schwertfeger hatte schon bei Professor Nasher versucht, ihm die Bezeichnung Wirtschaftspsychologe abzusprechen. Sich selbst und dem Bund der Deutschen Psychologen hat sie damit eine herbe Niederlage eingefahren, denn Prof. Nasher hat in allen Instanzen gewonnen.

Könnt Ihr noch ein bisschen?
Ich soll mich nämlich auch als Psychoanalytikerin bezeichnen. Tja, in meinem Lebenslauf seht Ihr, dass ich Transaktionsanalytikerin bin. Die Transaktionsanalyse ist die erwachsene Tochter der Psychoanalyse. Ich habe auch große Freude, in meinen Vorträgen den Unterschied deutlich zu machen. Und jetzt kommt’s: Ich halte um die 150 Vorträge pro Jahr und es sind über 500 Videos von mir im Netz. Frau Bärbel Schwertfeger hat das eine gefunden, wo ich mich verhasple – Respekt für diese Fleißarbeit und ja, meine Entschuldigung für die Freudsche Fehlleistung.

Erkennt Ihr das Muster? Das alles soll mir sagen: Das darfst Du nicht. Nun, als Transaktionsanalytikerin sage ich: „Baby, steck Dein Eltern-Ich wieder ein. Ich bin erwachsen und weiß, was ich tue.“

Doch wissen wir auch, was und vor allem warum ein Aggressor etwas tut?

Wir kommen nun zum Motiv im Einmaleins des kleinen Profiler:

Das Motiv

Für mich ist wirklich interessant, dass meine bloße Existenz für Aufruhr sorgt. Ganz ehrlich – ich bin nicht wichtig. Wenn aber kolportiert wird, dass eine ganze HR-Szene über mich in Aufruhr gerät, dann machen sie mich nicht nur größer, als ich bin. Vor allem offenbaren sie, dass ich etwas zu haben scheine, was sie auf keinen Fall zulassen wollen.

Nun, sicherlich ist mein Reden über Pfeifen und Psychopathen nicht übermäßig brav. Doch ich spreche von Typen, nie von einzelnen Personen. Auch greife ich niemanden persönlich an. Gleichwohl haben die, die behaupten, dass ich ethisch nicht vertretbar sei, kein Problem, Gewalt in Form von Cybermobbing  anzuwenden. Das ist interessant!

Für den Laien ist es natürlich nicht verwunderlich, dass gerade im Psychosektor die meisten Neurotiker unterwegs sind, doch dass eben die, die behaupten zu helfen, sich solcher Methoden bedienen, das ist krass!

Und das Motiv, einen Performer wegzubeißen, weil er zu groß wird, das ist nicht neu. Das entspricht dem Cycle of Disruption. Wenn ein Newcomer zu viel Aufmerksamkeit erfährt, dann wird nicht kooperiert, sondern bekämpft. Das Ziel ist es, den bedrohlichen Newcomer beschädigt aus der Öffentlichkeit zu entfernen, so dass man mit den eigenen veralteten Verfahren noch ein paar Jahre Kohle machen kann.

Und wie machen sie das, dieses Wegbeißen? Hier ein paar Zeilen zu ihren Methoden, zum Modus Operandi.

Der Modus Operandi: unlautere Beweiskette

Der Modus Operandi ist immer der gleiche. Nachdem Referenzquellen in No-Name-Blogs untergebracht sind, werden diese mit dem Wikipediaprofil der Zielperson verdrahtet. Zudem erfolgt wildes Tagging aller möglichen Posts mit dem Namen der Zielperson und innerhalb eines kleinen Zirkels wird ein Link-Karussell aufgebaut. Das tägliche Taggen in Kombination mit dem EditWar auf dem Wikipediaprofil der Zielperson – schaut mal hier in der Versionsgeschichte meines Profils – schafft in den Augen von Google Relevanz und Aktualität. Auf diese Weise belagern die Miesmeldungen die ersten Googleseiten.

Ja, ich wage es, diese Beiträge Miesmeldungen zu nennen, denn all diese (kritischen) Berichte über mich fanden nicht in der regulären Presse statt, sondern auf kleinen Blogs, die weder demokratisch geführt oder legitimiert sind, noch einer journalistischen Qualitätskontrolle unterliegen. Es sind einzelne Persönlichkeiten, die sich hier mit ihrer Schreibe verwirklichen und so tun, als seien die Texte Ergebnisse seriöser Recherchen. Alle Berichte gehen auf eine einzige Quelle zurück: Bärbel Schwertfeger. Sie ist in der Vergangenheit bereits mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie unter dem Deckmantel des Journalismus Lobbyarbeit für den Bund Deutscher Psychologen betreibt und das mit allen Zutaten einer Rufmordkampagne. So kommen die Texte von Frau Schwerdtfeger und ihren Co-Verwertern neben Verunglimpfungen erstaunlich sachlich daher. Vermeintliche Beweise werden vorgelegt bzw. verlinkt, die zu vermeintlich neuen Anschuldigungen führen. Dinge werden aus dem Kontext gerissen, wüst vermanscht und einseitig interpretiert. Die Texte fallen unter kein journalistisches Genre und vermischen Meinungen mit fingierten Fakten.

Das ist Krieg – doch kein offener Krieg, sondern Terror. Terror ist eine Strategie der Schwäche. Sie macht sich die Oberflächlichkeit der Allgemeinheit zunutze und die Feigheit der Verantwortlichen.

Ich frage Dich? Wollen wir das? Sind wir bereit, das Feld den Meinungsterroristen zu überlassen?

Ich sage meinen herzlichen Dank an Bärbel Schwertfeger und Co für das spannende neue Thema: Cool im Kreuzfeuer – Schlammschlachten, Cybermobbing und Rufmordkampagnen souverän überstehen! Dies ist mein neuer Vortag.

Bleibe dran, es wird weitergehen – eben mittendrin, statt nur dabei!

P.S.: Wenn Du Lust auf eigene Recherchen hast, dann google doch mal die Wortkombinationen: „Ruhrbarone, Wikipedia, GWUP“ und schaue Dir den Film „Zensur“ auf YouTube an –  ab 1.32 wird es spannend, was das Link-Karussell angeht.

P.P.S.: Wer sich objektiv über meine Arbeit informieren will, kann das hier in der Süddeutschen (Süddeutsche Zeitung), oder dem Spiegel Online tun.