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Suzanne Grieger-Langer: Mobber, Hater und Trolle sind weiter auf dem Vormarsch

Opfer von Cybermobbing bleiben mit ihrem Leid oft im Verborgenen

Die Digitalisierung hat viele Vorteile: Komplexe Prozesse können inzwischen bequem per Knopfdruck erledigt werden, unzählige Arbeitsschritte wurden vereinfacht, beschleunigt und automatisiert. Gleichzeitig stellt die Tatsache, dass Privatpersonen, Unternehmer und Firmen heute allesamt auch online stattfinden, die Gesellschaft vor gänzlich neue Herausforderungen: Das Internet ist nicht nur Tor zur Welt, sondern auch ein Einfallstor, durch das Mobber, Hater und Trolle ihren Hass transportieren. Cybermobbing und Rufmord im Internet sind inzwischen zu einem ernsthaften Problem geworden.

Verbale Angriffe im Netz finden zwar digital statt, haben jedoch weitgehende Konsequenzen auch für die reale Welt. So kann digitaler Rufmord nicht nur seelische Schäden bei den Betroffenen anrichten, sondern auch den ganzen Lebenslauf und die Karriere zerstören – beispielsweise dann, wenn Geschäftspartner Unwahrheiten für bare Münze nehmen und in der Folge Geschäftsbeziehungen zu Mobbingopfern beenden. Das gleiche gilt für kleinere Unternehmen, aber auch für ganze Konzerne, deren Ruf durch Attacken von Internettrollen derart geschädigt werden kann, dass sie sich davon nie wieder erholen. Im Prinzip kann Cybermobbing also Existenzen zerstören.

Die Sprache der Trolle wird als Framing bezeichnet. Es schafft enge Denkkorridore: Wer den Cybermobbern lange genug folgt, wird am Ende den vorgegebenen Korridor entlang gehen und – wie von den Hatern vorgesehen – zu dem Schluss kommen, den sich die Störenfriede wünschen. Profiler wissen, dass das menschliche Gehirn Fakten nicht rein rational verarbeiten kann. Das Gehirn benötigt eine Hilfestellung, eine Einordnung, also eine Perspektive auf den Fakt. Framing stellt diese Perspektive künstlich her. Trollen zielen darauf, einen Referenzrahmen zu schaffen, in dem ein Fakt eine emotionale Bedeutung erhält, die beim Leser die jeweils gewünschte Reaktion auslöst. Wie beim wirklichen Mobbing auch, kommen Cybermobber meist erst in der Gruppe so richtig in Fahrt: In Hasskommentaren stacheln sie sich gegenseitig an. Beim Cybermobbing geht es den Trollen immer auch darum, Mit-Leser zu haben, die sich unterhalten fühlen, solange sie der Hass nicht selbst betrifft. Auch die Leser, die das Unrecht in den Posts erkennen, trauen sich meist nicht, sich einzumischen – nicht selten aus Angst, selbst ins Kreuzfeuer zu geraten.

Im Vergleich zum Mobbing im realen Leben fällt es Tätern beim Cybermobbing noch leichter, Grenzen zu überschreiten: Sie fühlen sich sicher, weil sie in der Anonymität des Internets annehmen, für ihre Lügen nicht zur Verantwortung gezogen werden zu können. Mitleid haben sie nicht: Dafür sorgt schon allein die Tatsache, dass sie ihr Opfer nicht direkt vor Augen haben – und damit auch nicht das Leid, das sie durch ihren virtuellen Beschuss verursachen. Opfer, die sich nicht trauen, andere um Hilfe zu bitten, bleiben im Verborgenen. Dabei sind die Auswirkungen von Cybermobbing oftmals schlimmer als die des Mobbings im realen Leben – insbesondere, weil man vor dieser Art von Mobbing nie sicher sein kann: Cybermobbing ist Mobbing, das über den Rechner quasi direkt Einzug hält im Zuhause der Opfer – also in genau dem Bereich, der eigentlich Schutz und Zuflucht bieten sollte. Die Opfer sind dem Hass der Cybermobber somit 24 Stunden am Tag ausgesetzt. Sie leiden auch unter der Ungewissheit, wer sich hinter den Angriffen versteckt, denn es könnte jeder sein – auch jemand, mit dem man bekannt oder sogar befreundet ist. Diese Ungewissheit verunsichert viele Menschen, die dadurch Misstrauen selbst gegenüber engen Freunden entwickeln.

Die Hater greifen nicht nur Personen, sondern auch ganze Unternehmen an. Zu den häufigsten Arten von Cybermobbing gegen Unternehmen gehören Fake-Bewertungen, die auf Bewertungsportalen oder Verkaufsplattformen platziert werden. Die Verleumdung findet nicht selten auch auf Facebook oder via Twitter statt. Trolle mögen diese Plattformen, weil Schmähbeiträge dort innerhalb kürzester Zeit von vielen Usern gesehen und geteilt werden können.
Ist das Ansehen einer Firma durch üble Nachrede und ungerechtfertigte Kritik erst einmal ruiniert, ist es schwer, den guten Ruf wiederherzustellen. Firmen, die sehen, dass in Foren oder sozialen Netzwerken Unwahrheiten oder Beleidigungen über sie verbreitet werden, sollten sofort handeln, um folgenschwere Schäden ihres Rufs zu vermeiden. Zudem ist es immer auch ratsam, im eigenen Betrieb ein professionelles Reputations- und Krisenmanagement zu betreiben.

Digitale Beschimpfungen oder Verleumdungen sind kein Kavaliersdelikt: Es handelt sich um Straftaten, die mit Freiheitsstrafen von einem (Beleidigung) bis fünf Jahren (Verleumdung) geahndet werden können. Dem Gesetz zufolge stellen ganz unterschiedliche Arten von Aussagen eine Straftat dar – etwa falsche Tatsachenbehauptungen. Stellt sich eine Behauptung als nachweislich unwahr dar, kann ein entsprechender Post auch als üble Nachrede gelten und bestraft werden. Noch gravierender ist die Straftat, wenn ein Mobber seine Behauptung „wider besseres Wissen“ tätigt – also obwohl er ganz genau weiß, dass sie nicht der Tatsache entspricht. In einem solchen Fall spricht das Gesetz von Verleumdung.

Lässt sich der Wahrheitsgehalt eines Posts nicht überprüfen, handelt es sich um ein Werturteil. Hiermit kann sich ein Mobber zumindest der Beleidigung schuldig machen. Dabei ist es im Ernstfall an den Gerichten, eine exakte Linie zwischen zulässigem Werturteil und einer Schmähkritik zu definieren.

Portrait Profiler Suzanne-Grieger Langer

Profiler Suzanne Grieger-Langer: Kritik hat nicht immer Hand und Fuß

Das Annehmen von Kritik fällt nicht selten schwer: Man fühlt sich vielleicht in seinem Ego angekratzt oder in seinen Leistungen nicht anerkannt. Es ist also kein Zufall, dass das Internet voll ist mit unterschiedlichen Ratgebern dazu, wie sich Kritikfähigkeit üben und als erstrebenswerte Tugend einer gereiften Persönlichkeit und perfektionieren lässt. Dabei wird nur eine Frage oft übersehen: Die nach dem Kritiker und dem Wesen der Kritik selbst. Oft nämlich hat Kritik weniger mit dem zu tun, dem sie gilt, als mit dem, der sie äußert.

Der gefragte britisch-US-amerikanische Autor und Unternehmensberater Simon Sinek ist der Meinung, dass sich das Wesen jeder Handlung und Aussage entschlüsseln lässt, wenn man sie unter drei Gesichtspunkten betrachtet: Was, Wie und Warum. Dem Fachmann zufolge befasst sich Kommunikation viel zu oft zunächst mit dem Was, dann erst mit dem Wie und zuletzt schließlich mit dem Warum. Dabei sei das Warum der Kern der eigentlichen Aussage und damit quasi ihre Motivation. Sinek stellt dies plakativ in dem von ihm entwickelten „Golden Circle“-Modell vor, bei dem drei Kreise ineinander liegen, die jeweils eine der drei goldenen Fragen symbolisieren.
Der äußere Kreis zeigt das Was: die harten Fakten, Daten und Zahlen, also die Ratio des Menschen. Eine Stufe weiter innen liegt der Kreis des Wie: die Art und Weise, wie wir etwas tun oder sagen. Ganz innen schließlich befindet sich der Kreis des Warum: Warum tun oder sagen wir etwas? Dies ist die Stufe der menschlichen Überzeugungen, der Intuition, des menschlichen Verhaltens und der eigentliche Kern einer jeden Tat oder Aussage. Auch Kritik lässt sich mit dem „Golden Circle“ auf ihr Wesen herunterbrechen.

Um herauszufinden, ob Kritik Hand und Fuß hat, sollte man also Folgendes fragen: Was wird kritisiert, wie wird kritisiert und vor allem: warum? Die eigentliche Kritik hat in vielen Fällen mehr mit dem Wertesystem des Kritikers zu tun, als mit demjenigen, dem sie gilt. Naturgemäß stört einen nämlich immer nur das, was nicht zur eigenen Weltsicht passt. Typischerweise werfen Kritiker ihrem Gegenüber also genau das vor, was sie selbst tun, aber nicht wahrhaben wollen. Das ist das Wesen der Kritik – also das Was.

Die Art, wie Kritik zu Gehör gebracht wird, hat ebenfalls unmittelbar mit dem Wertesystem des Kritikers zu tun. Manchmal erkennt man, dass ein Kritiker bloß darauf aus ist, sich selbst zu erhöhen, indem er andere abwertet. Daran, wie die Kritik ausgedrückt wird, lässt sich also die Entwicklungsreife des Kritikers selbst ablesen. Je wohlwollender die Kritik im Sinne eines Feedbacks ist, desto entwickelter ist die Persönlichkeit, die sie äußert selbst. Je kränkender, vielleicht sogar persönlich die Kritik ist, desto unreifer ist die Person. Letzteres hat mehr mit „Fingerpointing“ zu tun, bei dem der Kritiker dem Finger auf andere zeigt, um von sich selbst abzulenken. Der letzte, aber wichtigste Punkt des Goldenen Kreises markiert das Warum. Warum wird die Kritik geäußert? Wenn sie nur darauf zielt, das Ego des Kritikers zu bedienen, oder darauf, dem eigenen Ärger Luft zu machen, hat Kritik also weder Hand noch Fuß.

VIEL FEIND – VIEL EHR: DER GRIEGER-LANGER KRIMI

Die letzten Wochen waren spannend. Ich bin ja bekannt dafür, mittendrin zu sein, statt nur dabei. Und im Moment ist es ein echter Krimi, den Ihr live mitverfolgen könnt. Was geht ab?

Fangen wir vorne an:

Tagtäglich trete ich Pfeifen und Psychopathen auf den Schlips, indem ich über ihre Machenschaften aufkläre. Die Psychopathen stört das nicht weiter, um nicht zu sagen, dass geht denen am A…llerwertesten vorbei. Doch die Pfeifen haben ihre emotionale Mühe damit, enttarnt zu werden. Und so traut sich ab und an auch mal eine aus der Deckung und versucht sich an mir mit ihren Machenschaften.

Aktuell ist es besonders spannend –mit allen Zutaten einer Rufmordkampagne.

Wer sich aktuell auf Google nach mir erkundigt, muss durch einige Blogposts den Eindruck haben, ich sei ein ganz schlimmer Finger. Da wird mir Hochstapelei angedichtet und Scharlatanerie.

Nun ja, wer in der Öffentlichkeit steht, muss auch mit Anfeindungen leben, so jedenfalls bescheinigte es mir kürzlich ein Richter. Doch es geht hier nicht um ein paar negative Posts. Vielmehr gewinne ich den Eindruck einer orchestrierten Diskreditierungs-Kampagne seitens der Aggressoren.

Ja, und das ist spannend – soweit ich erkennen kann, gehen alle Miesmeldungen auf eine einzige Quelle zurück: Bärbel Schwertfeger, die unter dem Deckmantel des Journalismus versucht, Details aus meinem Lebenslauf öffentlich mit geübter Hand zu zerpflücken, immer scharf an der Grenze zwischen Meinungsfreiheit und falscher Tatsachenbehauptung.

Das nennt sie dann Ermittlung und Entlarvung. Sie wäre wohl gerne Kollegin.

Viel Feind, viel Ehr

Bärbel Schwertfeger ist keinesfalls Ersttäterin, sondern bekannt wie ein bunter – mehr bissiger – Hund in der Szene. Sie selbst übrigens schrieb einst für renommierte Medien wie die WELT, die ihre Artikel löschten, aus dem Grund, dass laut WELT-Redakteur Thomas Exner: „erhebliche Zweifel an ihrer Unabhängigkeit“ aufkamen, nachdem Professor Jack Nasher sie der Lobbyarbeit für den Bund Deutscher Psychologen überführte.

Man muss kein erfahrener Ermittler sein, um zu erkennen, woher der Wind weht, wenn eine Lobbyistin Innovatoren durch den Dreck zieht. Denn das ist es, was hier passiert, ein Shitstorm. Was ist jetzt das? Da wird atmosphärisch Empörung (die Scheiße) aufgebaut, die sich um wenige Fakten rankt. Will man erkennen, was wirklich gesagt ist, muss man sich erst einmal als Entmischer betätigen, wozu natürlich niemand Lust hat. Das ist verständlich, denn wer will schon direkt in den Dreck greifen. Wahrscheinlich haben genau aus diesem Ekelaspekt die weiterverbreitenden Blogger auch nicht die Notwendigkeit gesehen, sich der grundlegendsten journalistischen Tugenden zu bedienen und spaßeshalber beide Seite zu hören.

Eine feste Behauptung ist mehr als ein wackliger Beweis – die Beweisorgie 

Die Artikel der Denunzianten sind nicht lang, doch ihre Liste an Vorwürfen, die sich um scheinbare Beweise ranken. Wir haben nach Nr. 183 aufgehört zu zählen, da sich ohnehin alles wiederholt und vor allem auf drei Bereiche konzentriert.

Warum so viele Einzelheiten, wenn es doch nur drei Vorwürfe sind? Nun das ist das Prinzip der Beweisorgie: Mit viel Material wird viel Stimmung gemacht, um davon abzulenken, dass es bei nüchterner Betrachtung wie ein Soufflee in sich zusammenfällt.

Der Corpus Delicti auf den alles zurück geht, ist mein XING-Profil Link. Und für die hier entstandenen Irritationen bin ich tatsächlich verantwortlich, denn mein XING-Profil fristet ein Schattendasein und wurde über Jahre nicht aktualisiert, da ich auf anderen Plattformen wie LinkedInFacebookYouTube und Instagram aktiv bin.

Die Vorwürfe lauten

  • Meine Methoden des Profiling seien dubios, zweifelhaft und nicht rechtskonform
  • Mein Lebenslauf sei in Sachen Hochschulen geschönt
  • Meine Titel und Berufsbezeichnungen würde ich mir anmaßen

Aha! Wer will, kann sich hier meine beruflichen Stationen und akademische Laufbahn inklusive aller Zertifikate etc. ansehen und darf selbst urteilen. Er wird diese Vorwürfe nicht nur entkräften, sondern ad absurdum führen.

Im Einzelnen:

Zunächst zum Profiling: Profiling ist ein differenzierter, mehrstufiger Prozess.

Kann man Menschen in drei Minuten einschätzen? Nun, sicher nicht in Gänze, aber einen Schaumschläger kann man schnell identifizieren, oder?

Wenn es um den Charakter insgesamt geht, da braucht es dann schon mehr:  Unser Arbeitsstart beginnt mit mindestens drei Angaben (Name, Geburtsdatum, Foto). Sie sind unser Packende, um mit Hilfe selbstlernender Algorithmen nach weiteren öffentlichen Informationen zu suchen. Und das Ganze geschieht datenschutzkonform (und nicht erst seit der DSGVO), legal und mit Begleitung eines auf IT- und Datenschutzrecht spezialisierten Juristen. Im nächsten Schritt werten die Analytiker das vorliegende Material innerhalb von 24 Stunden aus. Und erst im dritten Schritt entsteht durch die Zusammenführung aller Ergebnisse ein Charakter- und Performance-Profil.

Lebenslauf geschönt?

Was wir im Profiling auswerten ist unter anderem auch der Lebenslauf. Mein eigener scheint ein Dorn im Auge von Bärbel Schwertfeger zu sein. So kann sie es nicht ertragen, dass in meinem veralteten XING-Profil (nur 3 von 8) Lehraufträge an Hochschulen zwar begonnen, aber nicht als beendet markiert waren. Und – noch viel schlimmer –, dass ich Vortragstätigkeiten für die Hochschulen als Lehraufträge deklarierte. Mannomann, was macht da nur die Grieger-Langer.

Kurz für alle, die nicht an Hochschulen tätig sind: Ein Dozent (lateinisch „docere“) ist jemand, der andere unterrichtet – allerdings ausschließlich im Tertiär- und Quartärbereich, also an Hochschulen oder Bildungseinrichtungen für Erwachsene. Typischerweise werden alle an Hochschulen Lehrende als Dozenten bezeichnet, egal ob Professor, wissenschaftlicher Mitarbeiter oder Lehrbeauftragter. Sprich, auch dann, wenn ich nur einen Vortrag an einer Hochschule halte, doziere ich. Und was ist nun ein Lehrbeauftragter? „Dozent“  ist der Oberbegriff und Lehrbeauftragte sind Dozenten auf Honorarbasis.

Auch das besondere Drama um die WU Wien, wo ich angeblich nie tätig war, löst sich in Wohlgefallen auf, wenn man bedenkt, dass Bärbel Schwertfeger nach einer Lehrbeauftragten für den Lehrbetrieb für die dortigen Studenten fragte. Doch dort war ich nicht tätig. Mein Auftrag war es, den Scientific Staff, also die PHDs, Doktoren und Professoren im Rahmen eines internen Weiterbildungsprogrammes die besonderen Anforderungen der Führung innerhalb eines Wissenschaftsbetriebes zu lehren. Hier wurde neben anderen Themen auch mein Konzept der 7 Säulen der Macht abgerufen. Dies ist für mich ein Ritterschlag und ich freue mich sehr, dass die teilnehmenden Professoren Gefallen daran fanden und ihren Nutzen ziehen konnten.

Und der zweifelhafte Studiengang, den es gar nicht geben soll?

Ein weiterer Vorwurf lautet, ein Studiengang Profiling, den ich für eine Hochschule entwickelt habe, hätte dort nie stattgefunden. Das stimmt, das ist kein Vorwurf, sondern Fakt. Gleich zu Beginn meiner Dozenten-Tätigkeitdort kam die Inspiration zu einem solchen neuen Studiengang in den Gesprächen mit dem Produktmanager der Hochschule sowie den Leitern des Studiengangs, für den ich tätig war.

Schnell wurden wir uns einig, dass ich mich an die Curriculumsentwicklung mache und wurde dazu mit den spezifischen Anforderungen für eine Implementierung an dieser speziellen Hochschule ausgestattet. Als alles fertig war: Curriculum, Lehrendenpanels etc. kamen wir in den Verhandlungen allerdings nicht zusammen und so wurde das Konzept dort nicht umgesetzt. Im Gegenteil schaute ich mich nach einer neuen Hochschule um. Denn das fertige Produkt, der fertige Studiengang, liegt vor.

Titelanmaßung

Hilfe, sie nennt sich Psychotherapeutin, das ist doch strafbar. Oha. Seit dem 1.1.1999 gilt das so genannte Psychotherapeutengesetz, das den Titel „Psychotherapeut“ für Psychologen und Ärzte mit bestimmter Ausbildung monopolisiert. Als ich 1994 am Lehrinstitut für Psychotherapie meine 2,5jährige Ausbildung abschloss, war das noch anders und es herrschte mehr Vielfalt. Für meinen Beruf als Profiler spielt der Titel keine Rolle, sondern die in der Ausbildung erlangte Kompetenz. Das Wissen um psychische Krankheiten und Störungen ist existenziell für die Einschätzung von menschlichem Verhalten. Das Zertifikat meiner Ausbildung findet Ihr hier

Und dann geht es gleich weiter: Sie nennt sich Psychologin und das ohne ein reguläres Psychologiestudium. Ja, ich weiß, viele Psychologen kotzen im Strahl, wenn sie meinen, dass die niederen Pädagogen in die höheren Weihen kommen. Well, eat this: Die Berufsbezeichnung des Psychologen ist nicht gesetzlich geschützt, wie die eines Arztes oder Psychotherapeuten. Gleichwohl darf sich nicht jeder Psychologe nennen, wie beispielsweise Coach oder Journalist (liebe echte Journalisten, verzeiht mir diese Spitze, Ihr seid nicht gemeint). Um sich laut Rechtsprechung Psychologe nennen zu dürfen, müssen drei Kriterien erfüllt sein: Abgeschlossenes Studium (nicht definiert, welches) – check –, 9 oder 10 Semester Studium (nicht definiert welches Fach) – check –, die akademische Ausbildung eines Psychologen – check! Ja, liebe Psychologen, die Pädagogik ist eine Schwesternwissenschaft und da ich bereits vor dem Studium auch mit meiner transaktionsanalytischen Ausbildung begann, habe ich rein psychologische Themen gewählt, meine Praktika in Kliniken absolviert und – entgegen vieler anderer Psychologen, sogar regulär in einer Klinik für polyvalent Abhängige gearbeitet. Ja, ich darf mich Psychologin nennen, wenn ich es denn möchte.
Bärbel Schwertfeger hatte schon bei Professor Nasher versucht, ihm die Bezeichnung Wirtschaftspsychologe abzusprechen. Sich selbst und dem Bund der Deutschen Psychologen hat sie damit eine herbe Niederlage eingefahren, denn Prof. Nasher hat in allen Instanzen gewonnen.

Könnt Ihr noch ein bisschen?
Ich soll mich nämlich auch als Psychoanalytikerin bezeichnen. Tja, in meinem Lebenslauf seht Ihr, dass ich Transaktionsanalytikerin bin. Die Transaktionsanalyse ist die erwachsene Tochter der Psychoanalyse. Ich habe auch große Freude, in meinen Vorträgen den Unterschied deutlich zu machen. Und jetzt kommt’s: Ich halte um die 150 Vorträge pro Jahr und es sind über 500 Videos von mir im Netz. Frau Bärbel Schwertfeger hat das eine gefunden, wo ich mich verhasple – Respekt für diese Fleißarbeit und ja, meine Entschuldigung für die Freudsche Fehlleistung.

Erkennt Ihr das Muster? Das alles soll mir sagen: Das darfst Du nicht. Nun, als Transaktionsanalytikerin sage ich: „Baby, steck Dein Eltern-Ich wieder ein. Ich bin erwachsen und weiß, was ich tue.“

Doch wissen wir auch, was und vor allem warum ein Aggressor etwas tut?

Wir kommen nun zum Motiv im Einmaleins des kleinen Profiler:

Das Motiv

Für mich ist wirklich interessant, dass meine bloße Existenz für Aufruhr sorgt. Ganz ehrlich – ich bin nicht wichtig. Wenn aber kolportiert wird, dass eine ganze HR-Szene über mich in Aufruhr gerät, dann machen sie mich nicht nur größer, als ich bin. Vor allem offenbaren sie, dass ich etwas zu haben scheine, was sie auf keinen Fall zulassen wollen.

Nun, sicherlich ist mein Reden über Pfeifen und Psychopathen nicht übermäßig brav. Doch ich spreche von Typen, nie von einzelnen Personen. Auch greife ich niemanden persönlich an. Gleichwohl haben die, die behaupten, dass ich ethisch nicht vertretbar sei, kein Problem, Gewalt in Form von Cybermobbing  anzuwenden. Das ist interessant!

Für den Laien ist es natürlich nicht verwunderlich, dass gerade im Psychosektor die meisten Neurotiker unterwegs sind, doch dass eben die, die behaupten zu helfen, sich solcher Methoden bedienen, das ist krass!

Und das Motiv, einen Performer wegzubeißen, weil er zu groß wird, das ist nicht neu. Das entspricht dem Cycle of Disruption. Wenn ein Newcomer zu viel Aufmerksamkeit erfährt, dann wird nicht kooperiert, sondern bekämpft. Das Ziel ist es, den bedrohlichen Newcomer beschädigt aus der Öffentlichkeit zu entfernen, so dass man mit den eigenen veralteten Verfahren noch ein paar Jahre Kohle machen kann.

Und wie machen sie das, dieses Wegbeißen? Hier ein paar Zeilen zu ihren Methoden, zum Modus Operandi.

Der Modus Operandi: unlautere Beweiskette

Der Modus Operandi ist immer der gleiche. Nachdem Referenzquellen in No-Name-Blogs untergebracht sind, werden diese mit dem Wikipediaprofil der Zielperson verdrahtet. Zudem erfolgt wildes Tagging aller möglichen Posts mit dem Namen der Zielperson und innerhalb eines kleinen Zirkels wird ein Link-Karussell aufgebaut. Das tägliche Taggen in Kombination mit dem EditWar auf dem Wikipediaprofil der Zielperson – schaut mal hier in der Versionsgeschichte meines Profils – schafft in den Augen von Google Relevanz und Aktualität. Auf diese Weise belagern die Miesmeldungen die ersten Googleseiten.

Ja, ich wage es, diese Beiträge Miesmeldungen zu nennen, denn all diese (kritischen) Berichte über mich fanden nicht in der regulären Presse statt, sondern auf kleinen Blogs, die weder demokratisch geführt oder legitimiert sind, noch einer journalistischen Qualitätskontrolle unterliegen. Es sind einzelne Persönlichkeiten, die sich hier mit ihrer Schreibe verwirklichen und so tun, als seien die Texte Ergebnisse seriöser Recherchen. Alle Berichte gehen auf eine einzige Quelle zurück: Bärbel Schwertfeger. Sie ist in der Vergangenheit bereits mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie unter dem Deckmantel des Journalismus Lobbyarbeit für den Bund Deutscher Psychologen betreibt und das mit allen Zutaten einer Rufmordkampagne. So kommen die Texte von Frau Schwerdtfeger und ihren Co-Verwertern neben Verunglimpfungen erstaunlich sachlich daher. Vermeintliche Beweise werden vorgelegt bzw. verlinkt, die zu vermeintlich neuen Anschuldigungen führen. Dinge werden aus dem Kontext gerissen, wüst vermanscht und einseitig interpretiert. Die Texte fallen unter kein journalistisches Genre und vermischen Meinungen mit fingierten Fakten.

Das ist Krieg – doch kein offener Krieg, sondern Terror. Terror ist eine Strategie der Schwäche. Sie macht sich die Oberflächlichkeit der Allgemeinheit zunutze und die Feigheit der Verantwortlichen.

Ich frage Dich? Wollen wir das? Sind wir bereit, das Feld den Meinungsterroristen zu überlassen?

Ich sage meinen herzlichen Dank an Bärbel Schwertfeger und Co für das spannende neue Thema: Cool im Kreuzfeuer – Schlammschlachten, Cybermobbing und Rufmordkampagnen souverän überstehen! Dies ist mein neuer Vortag.

Bleibe dran, es wird weitergehen – eben mittendrin, statt nur dabei!

P.S.: Wenn Du Lust auf eigene Recherchen hast, dann google doch mal die Wortkombinationen: „Ruhrbarone, Wikipedia, GWUP“ und schaue Dir den Film „Zensur“ auf YouTube an –  ab 1.32 wird es spannend, was das Link-Karussell angeht.

P.P.S.: Wer sich objektiv über meine Arbeit informieren will, kann das hier in der Süddeutschen (Süddeutsche Zeitung), oder dem Spiegel Online tun.

Unternehmer müssen lernen kreativ zu sein – auch wenn es schwer fällt …

(Lesedauer 6-7 Minuten)
Aktuell finden rasante Veränderungen nicht nur in den großen Unternehmen und Konzernen statt. Auf der Suche nach der richtigen Marktpositionierung und den zukünftigen Geschäftsfeldern werden Unternehmenslenker kreativ.

Sie stoßen große Veränderungsprozesse an und erwarten die Gefolgschaft und Loyalität ihrer Mitarbeiter. Dabei vergessen sie, dass eben diese Mitarbeiter bis zum Startschuss der Veränderung eine Arbeits- & Denkweise in engen und geregelten Bahnen kennengelernt hatten. Klare Strukturen mit wenig Spielraum sind Alltag. Verantwortungsbereiche für Ideen sind an die Hierarchieebene geknüpft. Neue Ideen und Kreativität für den „normalen“ Mitarbeiter Fehlanzeige.

Auf der Suche nach Kreativität

Wo ist da der Platz für Kreativität? Und wo das Bekenntnis zur Kreativität? Und erst Recht für die Freigabe von Einsatz von Kreativität?

Kreativität hat man noch vor einigen Jahren nur der Apple-Gemeinde und der Marketingbranche zugeschrieben. Mit Kreativität wurde meist ein Design, ein Logo oder etwas Gestalterisches verbunden. Kreative hatten den Ruf, „Nachtarbeiter“ zu sein, spät aufzustehen und irgendwie ein wenig verrückt zu sein. Wenig Struktur viel Chaos, keine Ordnung dafür viele Ideen. 1973 wurde erstmals das Wort Kreativität im Duden aufgenommen. Und die beiden Definitionen lauten:
1. (bildungssprachlich) schöpferische Kraft, kreatives Vermögen
2. (Sprachwissenschaft) mit der sprachlichen Kompetenz verbundene Fähigkeit, neue, nie gehörte Sätze zu bilden und zu verstehen

Und heute? Findet man sie überall unter dem Deckmantel disruptiv

Durch das digitale Zeitalter sind viele Geschäftsbereiche und Branchen neu entstanden oder haben eine ganz andere, neue Ausrichtung erfahren. Dabei wird gerne von disruptiver Vorgehensweise gesprochen. Dies meint nichts anderes, als etwas Bestehendes zu zerstören, neu zu ordnen und verändert weiterzugehen. Es ist wichtig, sich an dieser Stelle bewusst zu machen, dass nicht alles neu ist. Vieles wird in neuen Kombinationen miteinander verknüpft oder Altes mit neuen Ansätzen bereichert. Im Gegensatz zur Kreativität steht somit zunächst die Zerstörung im Mittelpunkt, bevor es im Anschluss zu etwas Neuem kommen kann.

Kreativ versus disruptiv

In der Kreativität ist dies anders. Es werden neue Lösungen und Prozesse gesucht die frei von alten Vorgaben sind. In der Kreativität wird ein von außen gegebener Gesichtspunkt betrachtet und für diesen eine Lösung gesucht. Wenn dabei eine interne Zerstörung stattfindet um ans Ziel zu kommen, ist das der Weg dahin. Meist jedoch werden neue Ideen für eine erfolgreiche Lösung gesucht und diese praxistauglich ausgearbeitet. Wird am Ende festgestellt, dass bestehende Ansätze integriert werden können, ist dies natürlich sehr hilfreich.

Die Brücke von theoretischer Kreativität zu alltäglicher Anwendung kreativer Lösungen

Ein Unternehmen besteht aus vielen Teilbereichen und Mikroorganisationen, die alle ihren Teil zur gesamten Wertschöpfung beitragen. Daher existieren in jedem Bereich Ansatzpunkte, die variabel und veränderbar sind. Es ist nun die Kunst, diese Variablen zu identifizieren und in eine Rangordnung zu bringen. Wichtige Kriterien sind: Beitrag zum Service und zur Kundenzufriedenheit, Grad der Wertschöpfung und der Individualität, Anspruch an Nachhaltigkeit und Innovation, etc.

Im zweiten Schritt werden die fest definierten Vorgaben geprüft. Gibt es Spielräume, die bislang nicht genutzt worden sind oder haben sich Parameter verändert, die bislang nicht berücksichtigt worden sind? Sind diese identifiziert, wird nach dem gleichen Schema vorgegangen wie eben beschrieben.

Wenn ein Unternehmen diesen Ansatz in vielen verschiedenen Bereichen anwendet, erlebt das Unternehmen eine neue Dynamik, die sich gegenseitig noch verstärkt. Geschieht dies kontinuierlich, wird ein Unternehmen als modern, innovativ und interessant wahrgenommen. Ein großer Change wird dann nicht mehr nötig sein.

Voraussetzung für die Umsetzung

Um diese Kreativität in Unternehmen zu verankern, muss die externe Sichtweise trainiert werden. Es gilt nicht die Frage „Wie denkt mein Kunde?“, sondern sie muss lauten: „Ich versetze mich in die Welt meines Kundens mit all seinen Rahmenbedingungen, und stelle mir dann die Frage, wo erschaffe ich Mehrwerte, Wertschöpfung und Lösungen?“

Ein maßgeblicher Unterschied liegt darin, dass ich nicht nur vermute, was der Kunde denkt, sondern ich kann nachvollziehen wie der Kunde denkt. Hilfreich dazu sind direkte Beispiele von Personen und Unternehmen die herangezogen werden, um zu gewährleisten, dass man den Perspektivenwechsel vollzieht. Dabei ist entscheidend, ob die Empathiewelt des Kunden mit integriert ist.

Jeder Bereich, jede Abteilung hat Kunden und erzeugt eine Wertschöpfung. Genau diese gilt es zu identifizieren und diese zu verbessern, erhöhen und erweitern.

Mitarbeiter müssen denken und fühlen dürfen

Oftmals ist es so, dass Mitarbeiter ihr Arbeitsspektrum haben, das sie abarbeiten. Dabei geht es darum, Veränderungen in diesem Arbeitsspektrum wahrzunehmen und auch zwischen den Zeilen Entwicklungen zu erkennen. Mitarbeiter müssen die Erlaubnis haben, diese Anfänge zwei, drei Schritte weiter denken zu dürfen. Was ist wenn, welche Lösung könnte eine Erneuerung bringen, womit kann ich dem Kunden einen neuen Mehrwert bieten, der ihn begeistern würde? Solche und ähnliche Gedanken verhelfen dazu, einen kontinuierlichen Kreativprozess anzustoßen. Die Vorstellung vor einem kleinen Team oder dem Vorgesetzten ermöglicht es dann, die eigene Idee zu erläutern, Klarheit zu schaffen und sie auch auf ihre Schwachstellen hin zu überprüfen. Und eines darf nicht vergessen werden: Eine Idee löst die nächste aus.

Ist dies geschafft, wird Kreativität nicht nur für verrückte Aktionen eingesetzt, sondern ist die Garantie für den Fortbestand eines Unternehmens und seiner Daseinsberechtigung auf dem Markt. Der Unternehmensführung wird damit die Aufgabe zuteil dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter und Teams kreativ sein dürfen. Es gilt die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und solche Impulse zu setzen, die eine kreative Entwicklung auf kontinuierlicher Ebene gewährleistet. Kreativität ist damit ein Muss für erfolgreiche Unternehmen…

So punkten Sie mit Knigge und Kommunikation in Kooperationen!

Liebe Leser und Leserinnen,

Kooperationen sind wichtig, denn Netzwerke und gegenseitige Empfehlungen sind die Brücken des Erfolgs für morgen. Ein gutes Netzwerk ist auch für unser Image wichtig.

Jedoch sind Kooperationen nicht immer einfach. Oftmals beginnt die Herausforderung schon in der Kontaktanbahnung und im gewählten Kommunikationsstil. Mich persönlich erreichen sehr viele Kooperationsanfragen (z.B. für einen Gastbeitrag, einen Podcast, eine PR Kooperation ect.).  Einige Anfragen sind durchaus fruchtvoll und andere nerven im wahrsten Sinne.

Als Knigge- und Kommunikations-Trainerin beschäftige ich mich seit langem mit dem stilsicheren Umgang und der wertschätzenden Kommunikation im Zeitalter der Schnelllebigkeit. Gute Kommunikationsfähigkeiten und ein stilsicheres Auftreten sind das A und O für Kooperationen.

Vor kurzen hatte ich wieder eine spannende Anfrage von einer Bloggerin im Hinblick auf ein Interview. Als Unternehmerin ist es mir wichtig, dass alle Dinge, die ich unentgeldlich tue, mir natürlich auch langfristig einen Nutzen bringen. Ich informiere gerne zu meinen Themen, gebe Tipps und Interviews, wenn sich die Kooperation für mich stimmig anfühlt. Die Dame ist jedoch bereits in der Kontaktaufnahme vor dem eigentlichen Interview in 3 typische Fettnäpfchen in der Kommunikation und im Hinblick auf Knigge getreten, sodass ich keine Lust mehr hatte mit ihr zu kooperieren. Der Kontakt war von Anfang sehr herzlich, bis diese unschönen Dinge passiert sind. Damit Sie diese typischen Fauxpas vermeiden, nutze Sie meine besten Tipps und die Tipps von einen bekannten Netzwerk-Expertin.

Was sind die Top 3 Regeln für eine gute Kooperation?

Tipp Nr. 1 „Erzählen Sie etwas über sich, damit der andere neugierig auf Sie wird“

„Ein Einfall ersetzt nicht die Arbeit.“ (Max Weber)

Kooperation funktionieren nur, wenn die Chemie stimmt und wenn das Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden ist. Egal, ob es sich um eine längere Kooperation (z.B. ein gemeinsames Projekt) oder eine kurzfristige Kooperation (z.B. bei einem Gastinterview, einen Gast-Podcast, einem Betrag bei einem Kongress als Speaker oder einem PR Beitrag), handelt, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie genau die richtige Person auswählen, sich wertschätzend mit ihr verbinden und in der Anfrage auch all Ihre Kontaktdaten (Link zur Webseite, zu Social Media und Telefonnummer) nennen.

Ich empfehle meinen Kunden, sich auch vorher kurz am Telefon, per Skype oder per Zoom auszutauschen.

„Anonyme“ Anfragen, wo weder eine Webseite noch Kontaktdaten vorhanden sind, damit sich die angefragte Person ein kurzes Bild von Ihnen machen kann, kommen nicht gut an.

Erzählen Sie unbedingt etwas über sich und warum Sie die Person ausgewählt haben (z.B. auf Empfehlung, durch einen Bericht, über Google ect.) und wo Sie einen Mehrwert für beide Seiten sehen.

Tipp Nr. 2 „Verständnis und Wertschätzung ist das Zauberwort“

„Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.“ (Igor Strawinsky)

Kooperationen funktionieren nur mit einer klaren Strategie in der Kommunikation und mit Wertschätzung und Verständnis.

Reagieren Sie nicht beleidigt, wenn Sie nicht sofort eine Antwort erhalten. Gerade gut gefragte Experten haben ein sehr gutes Zeit-Management und überlegen sich genau: was bringt mir das? Gehen Sie nicht davon aus, dass die angefragte Person den ganzen Tag am PC sitzt und nur auf Ihre Emails wartet.

Kooperationen sind geschäftlich.  Mit einer stilvolle Emailanfrage machen Sie von Anfang an einen guten 1. Eindruck. Somit zeigen Sie, dass Sie sich wirklich die Mühe gemacht haben, richtig zu recherchieren. Anfragen per XING oder über die Facebook-Seite sind auch in Ordnung. Der weitere Schriftverkehr sollte jedoch aus Knigge-Sicht immer per Email erfolgen. Eine gelungene schriftlich Kommunikation dient dazu,  langsam eine gute Beziehung auf Augenhöhe aufzubauen und diese mit einer möglichen Kooperation zu festigen. Wenn Sie dringend eine Antwort benötigen, teilen Sie das einfach kurz in der Email mit oder versuchen Sie, die Person telefonisch zu erreichen und hinterlassen Sie eine schöne und interessante Nachricht auf der Mailbox.

Einseitige Erwartungshaltungen oder die falsche Wahl des Kommunikationsmediums sind der Ende von Kooperationsanfragen.

Tipp Nr. 3 „Reagieren Sie nicht beleidigt, sondern schaffen Sie einen echten Mehrwert“

„Nur vom Nutzen wird die Welt reagiert.“ (Friedrich Schiller)

Kooperationen sind oft ein großer Mehrwert für beide Partner. Oftmals geht die Kooperationsanfrage von einer Person aus, sprich Sie wollen etwas von der Person, also stehen Sie in de Bring- und Holschuld.

Damit die Kooperation gelingt, empfehle ich Ihnen: Schaffen Sie für die andere Person und für beide Seiten einen absoluten Mehrwert, also eine WIN-WIN Situationen. Bleiben Sie ehrlich und authentisch und wecken Sie von Anfang an Vertrauen.

Mein Tipp: Telefonieren Sie vorher unbedingt, um herauszufinden, ob Sie beide auf gleicher Wellenlänge schwimmen und ob die Chemie zwischen Ihnen passt. Kooperationen finden schließlich zwischen Menschen statt und dafür ist die Beziehungsebene, ehrliches und ernsthaftes Interesse am anderen sehr wichtig.

Reagieren Sie auch nicht beleidigt, wenn Ihre Kooperationsanfrage abgelehnt wird. Es kann sein, dass die andere Person im Moment keine Zeit hat, im Urlaub ist oder Sie keinen Mehrwert und Nutzen daraus erkennen kann.

Fazit: Kooperationen sind wichtig, um im Leben weiterzukommen. Kooperationen sind auch eine Sache von gezielter strategischer Planung, ehrlichen Interesse, der Analyse, ob der ausgesuchte Kooperationspartner auch zu mir passt und ob mein Angebot einen Nutzen für ihn oder sie darstellt sowie einem vertrauensvollen persönlichen Kontakt von Anfang an.

 

Photo credit Beitragsbild: Rico Löb, OstsachsenTV

Überraschender Sinkflug von Unternehmensmarken?

Wenn sich der Fan/Kunde plötzlich gegen seine Lieblingsmarke entscheidet – Gedanken zur Marke Nespresso.

Friede Freude Eierkuchen – so war es noch in den letzten Jahren und Wochen ohne Einschränkung. Die Marketingmeetings sind von positiven Nachrichten geprägt, die Ideen stets auf höchstem Niveau und die Absatzzahlen sprechen für das Unternehmen und die Marke. Bei aktuellen Umfragen kommt der attraktive und bekannte Werbebotschafter mit Spitzenwerten heraus und die Verbundenheit zum Unternehmen scheint ungebrochen.

Die schöne, heile Welt

Doch langsam rührt sich was. Erste Foren mit kleiner Mitgliederzahl stellen den Nachhaltigkeitsaspekt des Unternehmens in Frage. Erste vereinzelte Anrufe gehen ein, die Fragen zur Verpackung und den eigentlichen Kapseln stellen. Umweltschutzorganisationen überlegen aktiv gegen das Unternehmen vorzugehen.

Allerdings ist man im Unternehmen – noch – entspannt. Immerhin hat man eine Marke über Jahrzehnte aufgebaut, sich gegen die Mitbewerber und Kopierer dieser Welt sogar mit rechtlichen Schritten abgeschirmt und namhafte Werbebotschafter engagiert. Aktuell läuft gerade der Werbespott im TV zum Nachhaltigkeitsanspruch in den Kaffeeanbaugebieten und alles scheint gut zu gehen. Man hat einen konsistenten Markenaufbau initiiert. Ein empathisches Logo weiterentwickelt. Das ansprechende Farbkonzept unterstreicht mit dem Logo eine hohe Wiedererkennung und die Bildsprache in Anzeigen und Clips sowie in den Social Media sind aufeinander abgestimmt. Die Aktivitäten in der digitalen Welt sind kundennah und leidenschaftlich. Sie unterstreichen die Attribute Genuss, Geschmack, Wohlstand, Design und Ästhetik. Alles das, was jeder gerne für sich selbst in Anspruch nehmen möchte und vielleicht mit dem Kaffee trinken verbindet. Wie sollte unter diesen Voraussetzungen, und hier ist nur eine Auswahl genannt, die Strahlkraft der Marke und die Beliebtheit verloren gehen?

Anzeichen der Veränderung von Markenwelten

Erste Anzeichen existieren bereits. Auf Nachfragen bei potenziellen Kunden, die bislang mit dem Kauf einer Nespresso-Maschine geliebäugelt haben, kommen Zweifel auf. Wäre es noch vor einem Jahr undenkbar gewesen, ein B2B-Angebot abzuschlagen, landet heute das Schreiben mit dem unschlagbaren Angebot im Papierkorb. Nach dem ersten Freudefunken weicht schnell der Gedanke an die von Nespresso-Kapseln hervorgerufen Müllberge. Keine die leicht und schnell verrotten, sondern solche, die umfangreiche Recycling Bemühungen erfordern. Was war passiert?

Wird ein Tipping Point angesteuert?

Unsere Gesellschaft ist durch den Plastikwahn in unseren Meeren wachsam geworden. Nachhaltigkeit setzen immer mehr Menschen nicht mehr nur mit fairen Bedingungen im Ursprungsland gleich. Es ist heute eine Vielzahl von Attributen im Bewusstsein der Menschen, die in der Gesamtheit den Aspekt Nachhaltigkeit und Werteorientierung wiederspiegelt. So ist es bei Nespresso neben dem fairen Handel mit den Herkunftsländern, das Müllaufkommen durch die Kapseln, die lohnfreien Werkstudenten und die sozialen Projekte etc. die Faktoren, die Einfluss auf das Unternehmen, seine Erfolge, die Kundenwahrnehmung und den Markenwert darstellen. In der heutigen Zeit reicht es nicht mehr aus, nur einen Teilaspekt der Trends aufzugreifen. Vielmehr sind es die Gesamtheit und das Statement bzw. die Haltung und daraus entstehenden Handlungen die markenentscheidende Kriterien.

Ist der Sinkflug bereits in vollem Gange?

Steht damit Nespresso langfristig vor dem Aus? Eine berechtigte Frage, die sich auch Nespresso stellen sollte. Denn wenn potenzielle Kunden, die noch vor 12 Monaten auf ein zugesandtes Angebot ohne Zögern eingegangen wären, es heute verweigern ist bereits die Neukundengewinnung massiv im Sinkflug.

Als ein Indikator kann hier der Fakt hinzugezogen werden, dass der Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanke bereits den Marken-Produktnutzen (Produktnutzen in direkter Verbindung mit einer Marke) und Mehrwert schlägt und übertrumpft. Dies ist deshalb so gefährlich, da der Produktnutzen ein emotionaler sein sollte und dieser in besonderer Verbindung mit dem Kunden steht. Emotionale Gründe verteidigt der Mensch meist mit Bravour, da sie individuell wahrgenommen Aspekte darstellen. Im Gegensatz zu rationalen Gründen, die durch eine gute Argumentation ausgehebelt werden können.

Forscht Nespresso vielleicht schon nach Alternativen für die Aluminium-Kapselverpackung? Oder ist es egal, da es immer noch eine ausreichende Anzahl an Menschen gibt, denen der Umweltschutz egal ist?

Ist Ihr Unternehmen für die Zukunft bereit?

Unabhängig davon steht dieses Beispiel für die Wichtigkeit eines kontinuierlichen Erneuerungsprozess von Produkten, Marken und Unternehmen. Was gestern gut und richtig war, kann heute falsch und schlecht und morgen verboten oder komplett verpönt sein.

Es ist unumstritten, dass Innovationen und Entwicklung ihre Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, kontinuierlich und mit dem gesamten Team die Augen und Ohren offen zu halten, um Entwicklungen schon im ersten Funken zu erkennen und gegebenenfalls anzustoßen. Es darf gerne noch einen Schritt weiter gegangen werden. Vielleicht kreiert man gemeinsam mit den einzelnen Teams des Unternehmens selbst Trends, die das Sichern des Unternehmens und der Marken von Morgen ermöglichen.

Eine Überlegung ist dieser Weg auf jeden Fall wert.

Kontinuierliche Weiter-Entwicklung – Verhindern Sie den Frontalcrash in der Markenwelt!

Victoria‘s Secret zeigt wie es nicht geht!

Die Digitalisierung erreicht jeden. Transparenz, Schnelligkeit in der Kommunikation und die vereinfachten Prozesse stellen Unternehmen vor die Herausforderung, im Markenerlebnis ein Gegengewicht aufzubauen. Der Trend Anonymisierung will persönliche Begegnungen, die Oberflächlichkeit den Tiefgang, die Bits und Bytes Wärme und Empathie.

Neu Denken im Markenaufbau

Um dies jedoch in Unternehmen und im Aufbau von Marken zu realisieren, müssen Unternehmen neu denken. Nicht mehr die stufenweise Entwicklung von Teilbereichen oder Produkten/Dienstleistungen ist gefragt, sondern der kontinuierliche Weg des Fortschritts ist das Geheimnis des modernen Erfolges.

Der kleine aber feine Unterschied

Bei näherer Betrachtung beinhaltet die stufenweise Entwicklung Stillstands Phasen und unternehmerische Routine. In dieser Zeit besteht die Gefahr, dass sich ein Unternehmen oder eine Marke vom Kunden entfernt, die aktuellen Wünsche aus den Augen verloren gehen oder bestimmte Impulse übersehen werden.

In der kontinuierlichen Weiter-Entwicklung hingegen ist es so, dass sich Unternehmen und Marken stetig mit dem Nutzen des Kunden, seinen Wünschen und seinem Bedarf auseinander setzen. Dies immer aus wechselnden Perspektiven, doch stets auf ein Ziel gerichtet. So bedingt ein veränderter Parameter einen nächsten und die Spirale des kontinuierlichen Fortschritts wird in Gang gesetzt.

Die Voraussetzung(en) – oder was wird dafür benötigt?

Mitarbeiter, die es gewohnt sind, 3 Monate im Jahr kreativ zu denken und ansonsten nach Schema F zu agieren, werden sich mit dem neuen Weg schwer tun.

Zunächst sollte in jedem einzelnen Mitarbeiter das Bewusstsein geschärft werden, dass er in seinem Bereich am besten weiß, was gut und was schlecht für seinen Gegenüber (Kunden und Partner) ist. Wenn er um diesen Fakt weiß, sollte es ihm erlaubt werden, Missstände aufzuzeigen und Ideen, die im Rahmen seines täglichen Tuns entstehen, in Brainstorming Runden zu kommunizieren. Und nun kommt die weiterführende Besonderheit:
In diesen Runden sollte die Ideen aufgegriffen und 2-3 Schritte weitergedacht werden. Welche Folgen entstehen, welche Möglichkeiten ergeben sich durch die neue Idee und welche übergreifenden Auswirkungen könnten bewusst mit angestoßen werden.

Klarheit muss sein und Neu muss entstehen

Eine Marke, ein Unternehmen sollte eine Mind Map vorliegen haben, aus der hervorgeht, welche Ansatzpunkte, Handlungen und Schnittstellen für den Wert einer Marke/eines Unternehmen verantwortlich sind. Im Fall Victoria‘s Secret ist dies u.a. neben ansprechenden, attraktiven und schönen Kollektionen, die Models, die Shows aber auch die Stores und die Umgebung des Kauferlebnisses.

Diese Bereiche müssen in einem kontinuierlichen Prozess entwickelt, verändert und angereichert werden. Ist ein Bereich, ein Zweig in einem Unternehmen angepasst, verändern sich die Parameter in Bezug auf Schnittstellen und angliedernde Stellen. Es gilt diese zu identifizieren und ebenfalls zu entwickeln. Dabei darf das Ziel einer sich stärkenden Marke, durch Klarheit, Kompetenzen und Fokussierung nicht außer acht gelassen werden.

Basierend der eigenen Kern-Werte wird diese Weiter-Entwicklung forciert und vorgenommen.

Und die Folge – der Mehrwert?

Kontinuierliche Weiter-Entwicklung heißt auch beständige Aha-Erlebnisse für den Kunden – nicht immer bewusst und groß auch klein und im Stillen.

Bei diesem kontinuierlichen Prozess, wird dem Kunden und Partner im Austausch mit dem Unternehmen/der Marke nicht langweilig. Routine kann daher auch nicht von neuen Ideen oder Innovationen des Mitbewerbers geschlagen werden, was häufig beim Niedergang einer Marke der Fall ist.

Die gegenseitige Einflussnahme positiver Effekte stärkt die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Im Gegensatz dazu, werden nur Teilbereiche weiterentwickelt, schwächen die nicht weiterentwickelten Bereiche die innovativen. Unternehmen müssen auf Dauer mehr investieren um weniger zu erhalten. Bei Victoria‘s Secret bedeutet dies, noch mehr Glamour, noch teurere Schnitte, noch aufwendigere Shows für nur durchschnittlichen Erfolg im Kauf nach einer Show.

Bild-Quellen: Victoria’s Secret https://www.victoriassecret.com/de/ & https://www.youtube.com/watch?v=n7R-wbxdRbc

Foto Blognews

Müller Consult Newsletter Mai 2018: Termine, Events, Freikarten

Hier der letzte Newsletter vor dem 25. Mai und dem Start der DSGVO.

Sie haben sich ja alle per Double-Opt-In angemeldet, daher freue ich mich, dass Sie in Kontakt bleiben möchten. Ich halte mich an die gesetzlichen Regeln, empfinde den Datenschutz in unserem Land aber als extrem übertrieben. Hiermit erlaube ich allen Empfängern dieser Nachricht die Speicherung meiner Daten bis auf Widerruf!

Wenn Ihnen die Inhalte des monatlichen Newsletters nicht gefallen, sprechen Sie mich einfach an, das ist besser, als wenn Sie sich schwiegend abmelden.

Heute habe ich zwei Karten für Konzert QUEEN + Adam Lambert kostenfrei zur Verfügung für Mittwoch, 13. Juni in der LANXESS arena in Köln. Bitte bis 31. Mai per email an mich die Info, wenn Sie die Karten haben möchten. Wenn es mehrere Interessenten gibt, entscheidet das Los. Eine Rückinfo kommt bis nächsten Donnerstag.

Meine Passion ist Networking und als Mr. Matching bringe ich immer mehr Menschen zusammen. Sicherlich, vom Honorar davon lebe ich, aber hier für alle die ersten Beiträge meiner neuen XING-Kolumne in einer Fachzeitschrift für Finanzvermittler, aber die Inhalte sind für alle Branchen nutzbar:

http://www.pfefferminzia.de/kolumne-wie-makler-ihr-xing-profil-auf-vordermann-bringen-koennen/
und
http://www.pfefferminzia.de/xing-nutzung-im-berateralltag-viel-hilft-viel/

Für die Finanzdienstleister unter Ihnen: Im Juni bin ich Teil der Roadshow der Versicherungskammer Maklermanagement Kranken am 18. Juni in München, am 21. Juni in Stuttgart und am 28. Juni in Hamburg. Hier können Sie sich kostenfrei anmelden: news.versicherungskammer-makler.de/category/events/roadshow/

Besonders empfehlen möchte ich Business-Networking-Events in Köln. Wenn Sie da vor jedem Event per email eingeladen werden möchten, melden Sie sich bitte hier an: http://www.xing-koeln.de – dann werden Sie immer vorab und per email informiert. Dieser Müller Consult Newsletter erscheint nur monatlich. Besonders hinweisen möchte ich auf das Sommer-Event auf dem Rhein am 5. Juli in Köln: http://www.xing.com/events/xing-afterwork-sommer-networking-schiff-powered-by-koln-dusseldorfer-1940626

Am 21. Juni findet das zweite Prime-BBQ auf unserer Büro-Dachterrasse statt. Zielgruppe sind Geschäftsführer mit mehr als fünf Mitarbeitern und Führungskräfte mit Budgeverantwortung. Wenn Sie zu dieser Zielgruppe gehören und Interesse an Networking auf Augenhöhe haben, bitte melden Sie sich, dann sende ich Ihnen eine exklusive Einladung zu, falls noch Plätze frei sind: http://www.xing-events.com/BBQ-Juni.html

 

In diesem Sinne, alles Gute und Ihnen eine schöne Zeit!

Martin Müller

Lasst uns unsere Werte in die Tonne treten –

oder wozu Werte gerade HEUTE besonders wichtig sind!

Es ist schon verrückt, im Zeitalter der digitalen Welt, sollen Werte auf einmal wieder eine höhere Bedeutung haben und besonders wichtig sein?

Blicken wir zurück. Noch vor einem Jahrzehnt haben wir in den meisten Fällen nach Schema F gearbeitet. Es konnte nur der etwas werden, der einen stringenten Lebenslauf hatte und die, die einen Beruf von Grund auf gelernt haben, waren die Helden.

Doch dann ist etwas Verrücktes passiert. Die Welt splittet sich zunehmend auf in Bits und Bytes. Alles, was automatisiert und in Algorithmen abgebildet werden kann, wird umgesetzt – ohne Rücksicht auf Verluste. Prozessabläufe, Aufbauten, Sachverhalte – alles wird aufgeschlüsselt und fernab von einem menschlichen Bezug transparent zerkleinert.

Wo sind denn da noch Werte relevant?

Der Trend geht in Richtung Zukunft

Stellt man die Zukunftsfrage einem KI-Experten wird dieser als erstes die totgesagten Branchen aufzählen und im zweiten Schritt die, die noch eine Zukunft haben. Die Auslaufmodelle sind klassische Berufe wie Lokführer, Bankmitarbeiter oder Druckerei-Mitarbeiter. Hingegen ist das Handwerk mit der Digitalisierung noch attraktiver und alle Kreativen haben sehr gute Aussichten. Es ist eben immer noch schwer, ein Gesicht, das aus Bananen, Äpfel und Birnen auf einem Tisch liegt, als Gesicht und nicht als Obst zu erkennen.

Alles auf Neu

Doch schaut man sich im großen Mittelstand und den Konzernen um, sind die Bedingungen für die neuen Arbeitsanforderungen noch im Steinzeitalter. „Home Office – um Gotteswillen“, „flexible Arbeitszeit – bloß nicht“ und „flexible Arbeitsbedingungen Fehlanzeige“. Im Gegensatz dazu hat der mittlere und kleine Mittelstand wie auch kleine Unternehmen die Weichen voll auf Zukunft gestellt. Kein 9-5-Job, keine starren Regeln und Anwesenheitszeiten, sondern Ergebnisse zählen. Ob die nun zu Hause oder im Büro erledigt werden, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Bei Interviews wird bereits geklärt, dass man sich miteinander entwickeln möchte, sich gegenseitig bereichern will und zusammenwachsen möchte. Doch dies geht nur mit Werten. Das starre System an Regularien wandelt sich. Die rationalen Rahmenbedingungen werden durch Werte und Empathie ersetzt. Das Vorleben spielt heute mehr denn je eine entscheidende Rolle. Und ein fehlendes oder schwaches Wertebild ist ein Wettbewerbsnachteil. Es geht darum, das Wozu im Arbeitsumfeld aufzuzeigen.

Wie ist das jetzt mit den Werten?

Durch die digitale Welt, die Globalisierung und die neuen Möglichkeiten, spielt Klarheit eine wichtige Rolle. Klarheit in dem, wo die Wertschöpfung liegt, Zielstreben nach Mehrwerten für das Gegenüber und nicht die Produktion von starrem Output. Die echten Chancen des Lebens und dies insbesondere in der Wirtschaftswelt lassen sich hauptsächlich dadurch identifizieren, dass sie aus Werten heraus entdeckt werden. Der Betrachter baut eine empathisch-emotionale Verbindung zu einer Möglichkeit auf und kann diese in Bezug zur Marke und zum Unternehmen setzen. Viele nennen dies mitdenken, doch es ist eher ein „mitfühlen“. Nicht jeder denkt und fühlt gleich. Und jeder Mensch schafft andere Assoziationen. Zunehmend sind die Menschen in Unternehmen gefragt, die neue Kombinationen zum Erfolg führen. Die Mitarbeiter und Teams dazu anleiten, dass mehrdimensionales Denken mit Fokus Nutzen/Mehrwerte der Schlüssel für den Erfolg ist.

An dieser Stelle hat ein fehlendes Wertebild katastrophale Folgen. Chancen werden entweder nicht gesehen oder sie laufen konträr der Unternehmenszielsetzung. Somit würden zwar gute Ideen vorhanden sein, wenn sie jedoch nicht auf ein gleiches Ziel einzahlen, hilft die beste Chance nichts – sie heben sich gegenseitig auf.

Gemeinsame Entwicklung, doppelte Erfolgschancen

Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Es werden nicht nur Ressourcen verschwendet, sondern bei einem solchen Vorgehen verwässert die Marke und verliert an Strahlkraft. Die Entwicklungen des Unternehmens laufen entgegen den allgemeinen Entwicklungen der Wirtschaft und es verliert somit den Anschluss.

Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch existieren wollen, müssen ihr WOZU klären. Dies beinhaltet Werte und ihren Beitrag für die Gesellschaft und den einzelnen. Wer mit diesem Ansatz die unternehmerische Zielrichtung vorgibt, ermöglicht es Menschen und Mitarbeitern sich dieser Entwicklung anzuschließen. Dabei ist die Vielfalt an Persönlichkeiten in Unternehmen eine besondere Chance, innovativ und modern die eigene Entwicklung voran zu treiben.

Peter Buchenau auf der Leipziger Buchmesse 2018 im Interview mit David Vandeven von Ostsachsen.TV