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Nutzen plus Sinn

… oder anders gefragt: Sollten Produkte – zusätzlich zum propagierten Nutzen – auch Sinn stiften?
Bei dieser Sinnstiftung denke ich an die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: ökologisch, sozial und ökonomisch. Es geht also darum, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht einfach auf ihren unmittelbaren praktischen (und somit ökonomischen) Nutzen reduziert, sondern um einen ökologischen und sozialen Nutzen erweitert werden: Damit stiften sie Sinn.

Produkte und Dienstleistungen müssen in Zukunft gesellschaftliche Wirkung erzeugen.

Um als Unternehmen künftig erfolgreich zu sein, kommt es in Zukunft vor allem darauf an, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die eine gesellschaftliche Wirkung erzeugen. Dafür müssen eben auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt und eingebunden werden. Das heißt außerdem: Beim Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens reicht es nicht mehr, ausschließlich die Nachfragebefriedigung des Einzelnen als Ziel zu definieren.

Elitär nicht im Sinne von Macht

Ist die Besinnung auf ethische Handlungsmaximen etwas Elitäres, etwas Besonders für die Gesellschaft und das eigene Handeln? Ich meine eindeutig ja.

Wer ethisch handelt gehört zur Elite unserer Gesellschaft.

Wer mit gutem Beispiel vorangeht, wer die Einsicht hat etwas verbessern zu wollen und dies mit der Verantwortung auch für andere kombiniert gehört meiner Meinung nach zu unserer gesellschaftlichen Elite. Elitär ist dabei nicht im Sinne von Macht oder Geld gedacht sondern ausschließlich im Sinne der maximalen Verantwortung für die Gesellschaft die jeder Einzelne übernimmt. Es ist dabei völlig unerheblich aus welcher gesellschaftlichen Schicht, die in diesem Sinne handelnde Person kommt.

Verantwortung für Mitarbeiter

Teil der Unternehmenskultur muss es auch sein, dass Mitarbeiter sich in das System einordnen. Dazu gehört der schonende Umgang mit den Ressourcen, die das Unternehmen den Mitarbeitern anvertraut, wie etwa der Umgang mit Energie und Material. Untethisch ist es übrigens auch, wenn sich Mitarbeiter grundlos krank melden. Zum Beispiel gemeinschaftlich, wie bei TUI im vergangenen Jahr 2016 passiert. Das schadet unserer Gesellschaft ebenso, wie wenn ein Unternehmer Steuersparmodelle anstrebt, um nur sein eigenes Konto zu füllen.
Auch Mitarbeiter haben eine gesellschaftliche Verantwortung
 Fazit: Nicht nur UnternehmerInnen haben die oft geforderte gesellschaftliche Verantwortung – Mitarbeiter haben sie in gleicher Qualität.