Beiträge

Ludger Wiedemeier ist IT Spezialist, Interim Manager und Buchautor

IT-Governance als Treiber der Digitalisierung

Ludger Wiedemeier: „Führung, Organisationsstrukturen und Prozesse müssen sicherstellen, dass die IT die Unternehmensstrategie und -ziele unterstützt.“     

Steinheim, 19. August 2020.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können nur dann von der Digitalisierung profitieren, wenn sie die Prozesse, die zu einem Produkt gehören, zu Ende denken – von der Bestellung über die Produktion und Logistik bis hin zur Entsorgung. Dabei spielt die Informationstechnik (IT) eine zentrale Rolle. Beim Start eines Digitalisierungsprojekts in der IT tritt allerdings eine Reihe von Unterschieden auf, wenn man den Vorgang etwa mit der Produktentwicklung vergleicht, weiß Ludger Wiedemeier, der als Interim Manager und IT-Projektleiter immer dann gerufen wird, wenn es in Unternehmen zu IT-Problemen kommt. In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ widmet sich der IT-Allrounder dem Thema IT-Governance und stellt diejenigen Sektoren vor, bei denen aus regulatorischer Sicht der größte Handlungsbedarf besteht.

„IT-Governance besteht aus Führung, Organisationsstrukturen und Prozessen, die sicherstellen, dass die IT die Unternehmensstrategie und -ziele unterstützt. Unter IT wird in diesem Zusammenhang die gesamte Infrastruktur verstanden, aber auch die Fähigkeiten und die Organisation, die die IT unterstützen und begründen“, so Ludger Wiedemeier, der sich branchenübergreifend einen Namen als IT-Krisenmanager gemacht hat. „IT-Governance liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Managements und ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung“, fügt er hinzu. Sie spiele sich nicht in der IT-Organisation ab, sondern außerhalb. „Sowohl Mittelständler als auch Konzerne, die Unternehmensteile verkauft oder andere Unternehmen übernommen haben, beherbergen als Folge häufig einen ganzen Zoo an unterschiedlichen IT-Lösungen im Haus, die untereinander kaum oder gar nicht kompatibel sind“, weiß der Experte. In solchen Umgebungen lebe die IT – wie viele andere Unterstützungsprozesse auch – in einem Spannungsfeld, das sich dadurch auszeichne, dass die IT meist dezentrale Kernprozesse der verschiedenen Geschäftsfelder, Produkte oder Dienstleistungen unterstützen, andererseits aber auch eine zentrale Informationsdrehscheibe bereitstellen müsse, die alle Geschäftseinheiten und deren Daten nahtlos miteinander verbindet.

Hauptziel der IT-Governance sei es, die Anforderungen an die IT sowie die strategische Bedeutung von IT aus Sicht der Kern- und Führungsprozesse im Unternehmen zu verstehen, um den optimalen Betrieb zur Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen und Strategien für die zukünftige Erweiterung des Geschäftsbetriebes zu schaffen. „Der Vorstand und das Management haben damit die Aufgabe, die Erwartungen an die IT zu formulieren und die IT gleichzeitig so auszustatten, dass sie die Erwartungen auch erfüllen kann. Denn nur so können die Risiken des Geschäfts entschärft werden“, hebt Ludger Wiedemeier hervor.

In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ berichten sieben erfolgreiche Interim Manager direkt aus der Praxis. Sie beleuchten Megatrends und technische Innovationen, sprechen unternehmerische, prozessuale, ethische, gesellschaftliche und globale Fragen genauso an wie das Verhältnis von Führungskräften und Mitarbeitern. Die sieben Autoren kommen aus unterschiedlichen Branchen und Fachbereichen und tragen in „Digital Insights“ ihr gesamtes Fachwissen zusammen, machen es nutzbar für kleine und mittlere Betriebe. Das Buch versteht sich als Praxisleitfaden, vermittelt wertvolle Denkanstöße genauso wie handfeste Tipps. Der Wert des Werkes liegt in der interdisziplinären Zusammensetzung des Autorenkreises und in der leicht verständlichen Vermittlung der Botschaften. Das Buch ist kein technologisches Kauderwelsch, sondern bietet konkrete Unterstützung für die ersten Schritte im Unternehmen.

Die Autoren Elmar M. Gorich (Business 2030: die Geschäftsmodelle der Zukunft), Mathias Hess (Von IT bis Change Management – der menschliche Faktor der Digitalisierung), Matthias Koppe (Digitalisierung ist Vernetzung), Eberhard Müller (Wettbewerbsfähig durch kundenfokussierte Mehrwertsysteme), Uwe Seidel (Alles andere als Standard: Digitalisierung braucht eine klare Strategie), Bettina Vier (Jongleur-Arbeit: Kundenzentrierung in der B2B-Beziehung) und Ludger Wiedemeier (Governance und Transformation) reden Klartext und zeichnen ein realistisches Bild von den Chancen und Möglichkeiten, aber auch von den Herausforderungen und Risiken. Sie gewähren Einblicke aus der harten Praxis dutzender Projekte in mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen und betrachten das Thema Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Alle Autoren sind Mitglied der „Arbeitsgruppe Digitalisierung und Industrie 4.0“ der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) und zählen in ihrem jeweiligen Fachgebiet zu den anerkanntesten Experten ihres Fachs.

„Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ ist im Best Practice Verlag erschienen und kostet 39,90 Euro. Weitere Informationen zum Buch, zum Verlag, zu den Themen digitale Agenda und digitale Transformation sowie über die Autoren gibt es unter https://bestpractice-media.de/digital-insights-digitalisierung-7-sichtweisen-aus-der-praxis.

So gelingt der Einstieg in die digitale Transformation

 

Sachbuch „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ gibt wertvolle Antworten – sieben Interim Manager verraten Erfolgsgeheimnisse aus unterschiedlichen Branchen

(PresseBox) (Köln, 20.04.20) Die Welt für das unternehmerische Handeln hat sich infolge eines Virus dramatisch verändert. Wie keine andere deckt diese Krise auf, dass vielfach digitale Geschäftsmodelle und Prozesse fehlen. Das betrifft Kundenwünsche, Lieferketten und interne Abläufe, aber auch individuelle Erlösmodelle und ganze Branchenentwicklungen. Wie aber kann die digitale Transformation in Unternehmen gelingen?

zum Artikel >>

Corona – der Durchbruch für die Digitalisierung?

Corona – der Durchbruch für die Digitalisierung?

Datenschutz und Datensicherheit entscheiden über Erfolg oder Scheitern. Die Corona-Krise bringt den Durchbruch für die Digitalisierung, so liest es sich zurzeit allerorts. Arbeitsplätze, die ins Homeoffice verlegt wurden, Messen und Konferenzen, die nur noch virtuell stattfinden, Webinare aller Art, und die Kinder werden durch Online-Angebote beschult.

zum Artikel >>

DIGITALISIERUNG IST ALS GANZHEITLICHER PROZESS ZU VERSTEHEN UND MUSS DEN MENSCHEN MITDENKEN

DIGITALISIERUNG IST ALS GANZHEITLICHER PROZESS ZU VERSTEHEN UND MUSS DEN MENSCHEN MITDENKEN – INTERVIEW MIT LUDGER WIEDEMEIER

Ludger Wiedemeier betrachtet die Digitalisierung im vierten Beitrag der Interviewreihe Digital Insights mit einem kritischen Blick und deckt dabei Schwachstellen auf. Für ihn gilt es, die Transformation ganzheitlich zu denken und sich nicht kopflos in Automatisierungsprozesse zu stürzen – ohne deren Nutzen zu hinterfragen. Erfahren Sie im Folgenden, warum der Experte zu mehr Fokus auf den Menschen als Kunden rät und weshalb wir mit voranschreitender Digitalisierung Gefahr laufen, eine Zweiklassengesellschaft auszubilden.

zum Artikel >>