Sven Jobusch

Die geplante Rentenreform ist ein Anschlag auf Selbstständigkeit und unternehmerische Freiheit

Die geplante Rentenreform trifft wieder einmal ausgerechnet diejenigen, die ihre finanzielle Zukunft bislang selbst organisiert haben: Selbstständige, Unternehmer, Arbeitgeber und gut verdienende Beschäftigte. Noch handelt es sich um Vorschläge und nicht um fertige Gesetze. Die Richtung ist trotzdem deutlich genug, um alarmiert zu sein. Selbstständige sollen stärker in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden, Minijobs sollen ihren bisherigen Sonderstatus verlieren, Arbeitgeber müssen mit zusätzlichen Beiträgen rechnen und zugleich werden auch in der Krankenversicherung Belastungen erhöht und Wahlmöglichkeiten eingeschränkt.

Warum die gesetzliche Krankenversicherung für Unternehmer immer teurer wird

Die Diskussion um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung wird seit Jahren von kurzfristigen Maßnahmen geprägt. Zusatzbeiträge steigen, Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben und der Bundeshaushalt steuert regelmäßig Milliardenbeträge bei. Sowohl die beschlossene Krankenkassenreform als auch die Empfehlungen der Rentenkommission zeigen jedoch, dass es längst nicht mehr um einzelne Stellschrauben geht. Vielmehr steht das gesamte Finanzierungssystem der Sozialversicherung unter erheblichem Druck. Für Unternehmer, Selbstständige und gutverdienende Arbeitnehmer lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die langfristige Entwicklung.