Unternehmer müssen lernen kreativ zu sein – auch wenn es schwer fällt …

(Lesedauer 6-7 Minuten)
Aktuell finden rasante Veränderungen nicht nur in den großen Unternehmen und Konzernen statt. Auf der Suche nach der richtigen Marktpositionierung und den zukünftigen Geschäftsfeldern werden Unternehmenslenker kreativ.

Sie stoßen große Veränderungsprozesse an und erwarten die Gefolgschaft und Loyalität ihrer Mitarbeiter. Dabei vergessen sie, dass eben diese Mitarbeiter bis zum Startschuss der Veränderung eine Arbeits- & Denkweise in engen und geregelten Bahnen kennengelernt hatten. Klare Strukturen mit wenig Spielraum sind Alltag. Verantwortungsbereiche für Ideen sind an die Hierarchieebene geknüpft. Neue Ideen und Kreativität für den „normalen“ Mitarbeiter Fehlanzeige.

Auf der Suche nach Kreativität

Wo ist da der Platz für Kreativität? Und wo das Bekenntnis zur Kreativität? Und erst Recht für die Freigabe von Einsatz von Kreativität?

Kreativität hat man noch vor einigen Jahren nur der Apple-Gemeinde und der Marketingbranche zugeschrieben. Mit Kreativität wurde meist ein Design, ein Logo oder etwas Gestalterisches verbunden. Kreative hatten den Ruf, „Nachtarbeiter“ zu sein, spät aufzustehen und irgendwie ein wenig verrückt zu sein. Wenig Struktur viel Chaos, keine Ordnung dafür viele Ideen. 1973 wurde erstmals das Wort Kreativität im Duden aufgenommen. Und die beiden Definitionen lauten:
1. (bildungssprachlich) schöpferische Kraft, kreatives Vermögen
2. (Sprachwissenschaft) mit der sprachlichen Kompetenz verbundene Fähigkeit, neue, nie gehörte Sätze zu bilden und zu verstehen

Und heute? Findet man sie überall unter dem Deckmantel disruptiv

Durch das digitale Zeitalter sind viele Geschäftsbereiche und Branchen neu entstanden oder haben eine ganz andere, neue Ausrichtung erfahren. Dabei wird gerne von disruptiver Vorgehensweise gesprochen. Dies meint nichts anderes, als etwas Bestehendes zu zerstören, neu zu ordnen und verändert weiterzugehen. Es ist wichtig, sich an dieser Stelle bewusst zu machen, dass nicht alles neu ist. Vieles wird in neuen Kombinationen miteinander verknüpft oder Altes mit neuen Ansätzen bereichert. Im Gegensatz zur Kreativität steht somit zunächst die Zerstörung im Mittelpunkt, bevor es im Anschluss zu etwas Neuem kommen kann.

Kreativ versus disruptiv

In der Kreativität ist dies anders. Es werden neue Lösungen und Prozesse gesucht die frei von alten Vorgaben sind. In der Kreativität wird ein von außen gegebener Gesichtspunkt betrachtet und für diesen eine Lösung gesucht. Wenn dabei eine interne Zerstörung stattfindet um ans Ziel zu kommen, ist das der Weg dahin. Meist jedoch werden neue Ideen für eine erfolgreiche Lösung gesucht und diese praxistauglich ausgearbeitet. Wird am Ende festgestellt, dass bestehende Ansätze integriert werden können, ist dies natürlich sehr hilfreich.

Die Brücke von theoretischer Kreativität zu alltäglicher Anwendung kreativer Lösungen

Ein Unternehmen besteht aus vielen Teilbereichen und Mikroorganisationen, die alle ihren Teil zur gesamten Wertschöpfung beitragen. Daher existieren in jedem Bereich Ansatzpunkte, die variabel und veränderbar sind. Es ist nun die Kunst, diese Variablen zu identifizieren und in eine Rangordnung zu bringen. Wichtige Kriterien sind: Beitrag zum Service und zur Kundenzufriedenheit, Grad der Wertschöpfung und der Individualität, Anspruch an Nachhaltigkeit und Innovation, etc.

Im zweiten Schritt werden die fest definierten Vorgaben geprüft. Gibt es Spielräume, die bislang nicht genutzt worden sind oder haben sich Parameter verändert, die bislang nicht berücksichtigt worden sind? Sind diese identifiziert, wird nach dem gleichen Schema vorgegangen wie eben beschrieben.

Wenn ein Unternehmen diesen Ansatz in vielen verschiedenen Bereichen anwendet, erlebt das Unternehmen eine neue Dynamik, die sich gegenseitig noch verstärkt. Geschieht dies kontinuierlich, wird ein Unternehmen als modern, innovativ und interessant wahrgenommen. Ein großer Change wird dann nicht mehr nötig sein.

Voraussetzung für die Umsetzung

Um diese Kreativität in Unternehmen zu verankern, muss die externe Sichtweise trainiert werden. Es gilt nicht die Frage „Wie denkt mein Kunde?“, sondern sie muss lauten: „Ich versetze mich in die Welt meines Kundens mit all seinen Rahmenbedingungen, und stelle mir dann die Frage, wo erschaffe ich Mehrwerte, Wertschöpfung und Lösungen?“

Ein maßgeblicher Unterschied liegt darin, dass ich nicht nur vermute, was der Kunde denkt, sondern ich kann nachvollziehen wie der Kunde denkt. Hilfreich dazu sind direkte Beispiele von Personen und Unternehmen die herangezogen werden, um zu gewährleisten, dass man den Perspektivenwechsel vollzieht. Dabei ist entscheidend, ob die Empathiewelt des Kunden mit integriert ist.

Jeder Bereich, jede Abteilung hat Kunden und erzeugt eine Wertschöpfung. Genau diese gilt es zu identifizieren und diese zu verbessern, erhöhen und erweitern.

Mitarbeiter müssen denken und fühlen dürfen

Oftmals ist es so, dass Mitarbeiter ihr Arbeitsspektrum haben, das sie abarbeiten. Dabei geht es darum, Veränderungen in diesem Arbeitsspektrum wahrzunehmen und auch zwischen den Zeilen Entwicklungen zu erkennen. Mitarbeiter müssen die Erlaubnis haben, diese Anfänge zwei, drei Schritte weiter denken zu dürfen. Was ist wenn, welche Lösung könnte eine Erneuerung bringen, womit kann ich dem Kunden einen neuen Mehrwert bieten, der ihn begeistern würde? Solche und ähnliche Gedanken verhelfen dazu, einen kontinuierlichen Kreativprozess anzustoßen. Die Vorstellung vor einem kleinen Team oder dem Vorgesetzten ermöglicht es dann, die eigene Idee zu erläutern, Klarheit zu schaffen und sie auch auf ihre Schwachstellen hin zu überprüfen. Und eines darf nicht vergessen werden: Eine Idee löst die nächste aus.

Ist dies geschafft, wird Kreativität nicht nur für verrückte Aktionen eingesetzt, sondern ist die Garantie für den Fortbestand eines Unternehmens und seiner Daseinsberechtigung auf dem Markt. Der Unternehmensführung wird damit die Aufgabe zuteil dafür zu sorgen, dass Mitarbeiter und Teams kreativ sein dürfen. Es gilt die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und solche Impulse zu setzen, die eine kreative Entwicklung auf kontinuierlicher Ebene gewährleistet. Kreativität ist damit ein Muss für erfolgreiche Unternehmen…

Überraschender Sinkflug von Unternehmensmarken?

Wenn sich der Fan/Kunde plötzlich gegen seine Lieblingsmarke entscheidet – Gedanken zur Marke Nespresso.

Friede Freude Eierkuchen – so war es noch in den letzten Jahren und Wochen ohne Einschränkung. Die Marketingmeetings sind von positiven Nachrichten geprägt, die Ideen stets auf höchstem Niveau und die Absatzzahlen sprechen für das Unternehmen und die Marke. Bei aktuellen Umfragen kommt der attraktive und bekannte Werbebotschafter mit Spitzenwerten heraus und die Verbundenheit zum Unternehmen scheint ungebrochen.

Die schöne, heile Welt

Doch langsam rührt sich was. Erste Foren mit kleiner Mitgliederzahl stellen den Nachhaltigkeitsaspekt des Unternehmens in Frage. Erste vereinzelte Anrufe gehen ein, die Fragen zur Verpackung und den eigentlichen Kapseln stellen. Umweltschutzorganisationen überlegen aktiv gegen das Unternehmen vorzugehen.

Allerdings ist man im Unternehmen – noch – entspannt. Immerhin hat man eine Marke über Jahrzehnte aufgebaut, sich gegen die Mitbewerber und Kopierer dieser Welt sogar mit rechtlichen Schritten abgeschirmt und namhafte Werbebotschafter engagiert. Aktuell läuft gerade der Werbespott im TV zum Nachhaltigkeitsanspruch in den Kaffeeanbaugebieten und alles scheint gut zu gehen. Man hat einen konsistenten Markenaufbau initiiert. Ein empathisches Logo weiterentwickelt. Das ansprechende Farbkonzept unterstreicht mit dem Logo eine hohe Wiedererkennung und die Bildsprache in Anzeigen und Clips sowie in den Social Media sind aufeinander abgestimmt. Die Aktivitäten in der digitalen Welt sind kundennah und leidenschaftlich. Sie unterstreichen die Attribute Genuss, Geschmack, Wohlstand, Design und Ästhetik. Alles das, was jeder gerne für sich selbst in Anspruch nehmen möchte und vielleicht mit dem Kaffee trinken verbindet. Wie sollte unter diesen Voraussetzungen, und hier ist nur eine Auswahl genannt, die Strahlkraft der Marke und die Beliebtheit verloren gehen?

Anzeichen der Veränderung von Markenwelten

Erste Anzeichen existieren bereits. Auf Nachfragen bei potenziellen Kunden, die bislang mit dem Kauf einer Nespresso-Maschine geliebäugelt haben, kommen Zweifel auf. Wäre es noch vor einem Jahr undenkbar gewesen, ein B2B-Angebot abzuschlagen, landet heute das Schreiben mit dem unschlagbaren Angebot im Papierkorb. Nach dem ersten Freudefunken weicht schnell der Gedanke an die von Nespresso-Kapseln hervorgerufen Müllberge. Keine die leicht und schnell verrotten, sondern solche, die umfangreiche Recycling Bemühungen erfordern. Was war passiert?

Wird ein Tipping Point angesteuert?

Unsere Gesellschaft ist durch den Plastikwahn in unseren Meeren wachsam geworden. Nachhaltigkeit setzen immer mehr Menschen nicht mehr nur mit fairen Bedingungen im Ursprungsland gleich. Es ist heute eine Vielzahl von Attributen im Bewusstsein der Menschen, die in der Gesamtheit den Aspekt Nachhaltigkeit und Werteorientierung wiederspiegelt. So ist es bei Nespresso neben dem fairen Handel mit den Herkunftsländern, das Müllaufkommen durch die Kapseln, die lohnfreien Werkstudenten und die sozialen Projekte etc. die Faktoren, die Einfluss auf das Unternehmen, seine Erfolge, die Kundenwahrnehmung und den Markenwert darstellen. In der heutigen Zeit reicht es nicht mehr aus, nur einen Teilaspekt der Trends aufzugreifen. Vielmehr sind es die Gesamtheit und das Statement bzw. die Haltung und daraus entstehenden Handlungen die markenentscheidende Kriterien.

Ist der Sinkflug bereits in vollem Gange?

Steht damit Nespresso langfristig vor dem Aus? Eine berechtigte Frage, die sich auch Nespresso stellen sollte. Denn wenn potenzielle Kunden, die noch vor 12 Monaten auf ein zugesandtes Angebot ohne Zögern eingegangen wären, es heute verweigern ist bereits die Neukundengewinnung massiv im Sinkflug.

Als ein Indikator kann hier der Fakt hinzugezogen werden, dass der Umwelt- und Nachhaltigkeitsgedanke bereits den Marken-Produktnutzen (Produktnutzen in direkter Verbindung mit einer Marke) und Mehrwert schlägt und übertrumpft. Dies ist deshalb so gefährlich, da der Produktnutzen ein emotionaler sein sollte und dieser in besonderer Verbindung mit dem Kunden steht. Emotionale Gründe verteidigt der Mensch meist mit Bravour, da sie individuell wahrgenommen Aspekte darstellen. Im Gegensatz zu rationalen Gründen, die durch eine gute Argumentation ausgehebelt werden können.

Forscht Nespresso vielleicht schon nach Alternativen für die Aluminium-Kapselverpackung? Oder ist es egal, da es immer noch eine ausreichende Anzahl an Menschen gibt, denen der Umweltschutz egal ist?

Ist Ihr Unternehmen für die Zukunft bereit?

Unabhängig davon steht dieses Beispiel für die Wichtigkeit eines kontinuierlichen Erneuerungsprozess von Produkten, Marken und Unternehmen. Was gestern gut und richtig war, kann heute falsch und schlecht und morgen verboten oder komplett verpönt sein.

Es ist unumstritten, dass Innovationen und Entwicklung ihre Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, kontinuierlich und mit dem gesamten Team die Augen und Ohren offen zu halten, um Entwicklungen schon im ersten Funken zu erkennen und gegebenenfalls anzustoßen. Es darf gerne noch einen Schritt weiter gegangen werden. Vielleicht kreiert man gemeinsam mit den einzelnen Teams des Unternehmens selbst Trends, die das Sichern des Unternehmens und der Marken von Morgen ermöglichen.

Eine Überlegung ist dieser Weg auf jeden Fall wert.

Kontinuierliche Weiter-Entwicklung – Verhindern Sie den Frontalcrash in der Markenwelt!

Victoria‘s Secret zeigt wie es nicht geht!

Die Digitalisierung erreicht jeden. Transparenz, Schnelligkeit in der Kommunikation und die vereinfachten Prozesse stellen Unternehmen vor die Herausforderung, im Markenerlebnis ein Gegengewicht aufzubauen. Der Trend Anonymisierung will persönliche Begegnungen, die Oberflächlichkeit den Tiefgang, die Bits und Bytes Wärme und Empathie.

Neu Denken im Markenaufbau

Um dies jedoch in Unternehmen und im Aufbau von Marken zu realisieren, müssen Unternehmen neu denken. Nicht mehr die stufenweise Entwicklung von Teilbereichen oder Produkten/Dienstleistungen ist gefragt, sondern der kontinuierliche Weg des Fortschritts ist das Geheimnis des modernen Erfolges.

Der kleine aber feine Unterschied

Bei näherer Betrachtung beinhaltet die stufenweise Entwicklung Stillstands Phasen und unternehmerische Routine. In dieser Zeit besteht die Gefahr, dass sich ein Unternehmen oder eine Marke vom Kunden entfernt, die aktuellen Wünsche aus den Augen verloren gehen oder bestimmte Impulse übersehen werden.

In der kontinuierlichen Weiter-Entwicklung hingegen ist es so, dass sich Unternehmen und Marken stetig mit dem Nutzen des Kunden, seinen Wünschen und seinem Bedarf auseinander setzen. Dies immer aus wechselnden Perspektiven, doch stets auf ein Ziel gerichtet. So bedingt ein veränderter Parameter einen nächsten und die Spirale des kontinuierlichen Fortschritts wird in Gang gesetzt.

Die Voraussetzung(en) – oder was wird dafür benötigt?

Mitarbeiter, die es gewohnt sind, 3 Monate im Jahr kreativ zu denken und ansonsten nach Schema F zu agieren, werden sich mit dem neuen Weg schwer tun.

Zunächst sollte in jedem einzelnen Mitarbeiter das Bewusstsein geschärft werden, dass er in seinem Bereich am besten weiß, was gut und was schlecht für seinen Gegenüber (Kunden und Partner) ist. Wenn er um diesen Fakt weiß, sollte es ihm erlaubt werden, Missstände aufzuzeigen und Ideen, die im Rahmen seines täglichen Tuns entstehen, in Brainstorming Runden zu kommunizieren. Und nun kommt die weiterführende Besonderheit:
In diesen Runden sollte die Ideen aufgegriffen und 2-3 Schritte weitergedacht werden. Welche Folgen entstehen, welche Möglichkeiten ergeben sich durch die neue Idee und welche übergreifenden Auswirkungen könnten bewusst mit angestoßen werden.

Klarheit muss sein und Neu muss entstehen

Eine Marke, ein Unternehmen sollte eine Mind Map vorliegen haben, aus der hervorgeht, welche Ansatzpunkte, Handlungen und Schnittstellen für den Wert einer Marke/eines Unternehmen verantwortlich sind. Im Fall Victoria‘s Secret ist dies u.a. neben ansprechenden, attraktiven und schönen Kollektionen, die Models, die Shows aber auch die Stores und die Umgebung des Kauferlebnisses.

Diese Bereiche müssen in einem kontinuierlichen Prozess entwickelt, verändert und angereichert werden. Ist ein Bereich, ein Zweig in einem Unternehmen angepasst, verändern sich die Parameter in Bezug auf Schnittstellen und angliedernde Stellen. Es gilt diese zu identifizieren und ebenfalls zu entwickeln. Dabei darf das Ziel einer sich stärkenden Marke, durch Klarheit, Kompetenzen und Fokussierung nicht außer acht gelassen werden.

Basierend der eigenen Kern-Werte wird diese Weiter-Entwicklung forciert und vorgenommen.

Und die Folge – der Mehrwert?

Kontinuierliche Weiter-Entwicklung heißt auch beständige Aha-Erlebnisse für den Kunden – nicht immer bewusst und groß auch klein und im Stillen.

Bei diesem kontinuierlichen Prozess, wird dem Kunden und Partner im Austausch mit dem Unternehmen/der Marke nicht langweilig. Routine kann daher auch nicht von neuen Ideen oder Innovationen des Mitbewerbers geschlagen werden, was häufig beim Niedergang einer Marke der Fall ist.

Die gegenseitige Einflussnahme positiver Effekte stärkt die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Im Gegensatz dazu, werden nur Teilbereiche weiterentwickelt, schwächen die nicht weiterentwickelten Bereiche die innovativen. Unternehmen müssen auf Dauer mehr investieren um weniger zu erhalten. Bei Victoria‘s Secret bedeutet dies, noch mehr Glamour, noch teurere Schnitte, noch aufwendigere Shows für nur durchschnittlichen Erfolg im Kauf nach einer Show.

Bild-Quellen: Victoria’s Secret https://www.victoriassecret.com/de/ & https://www.youtube.com/watch?v=n7R-wbxdRbc

Lasst uns unsere Werte in die Tonne treten –

oder wozu Werte gerade HEUTE besonders wichtig sind!

Es ist schon verrückt, im Zeitalter der digitalen Welt, sollen Werte auf einmal wieder eine höhere Bedeutung haben und besonders wichtig sein?

Blicken wir zurück. Noch vor einem Jahrzehnt haben wir in den meisten Fällen nach Schema F gearbeitet. Es konnte nur der etwas werden, der einen stringenten Lebenslauf hatte und die, die einen Beruf von Grund auf gelernt haben, waren die Helden.

Doch dann ist etwas Verrücktes passiert. Die Welt splittet sich zunehmend auf in Bits und Bytes. Alles, was automatisiert und in Algorithmen abgebildet werden kann, wird umgesetzt – ohne Rücksicht auf Verluste. Prozessabläufe, Aufbauten, Sachverhalte – alles wird aufgeschlüsselt und fernab von einem menschlichen Bezug transparent zerkleinert.

Wo sind denn da noch Werte relevant?

Der Trend geht in Richtung Zukunft

Stellt man die Zukunftsfrage einem KI-Experten wird dieser als erstes die totgesagten Branchen aufzählen und im zweiten Schritt die, die noch eine Zukunft haben. Die Auslaufmodelle sind klassische Berufe wie Lokführer, Bankmitarbeiter oder Druckerei-Mitarbeiter. Hingegen ist das Handwerk mit der Digitalisierung noch attraktiver und alle Kreativen haben sehr gute Aussichten. Es ist eben immer noch schwer, ein Gesicht, das aus Bananen, Äpfel und Birnen auf einem Tisch liegt, als Gesicht und nicht als Obst zu erkennen.

Alles auf Neu

Doch schaut man sich im großen Mittelstand und den Konzernen um, sind die Bedingungen für die neuen Arbeitsanforderungen noch im Steinzeitalter. „Home Office – um Gotteswillen“, „flexible Arbeitszeit – bloß nicht“ und „flexible Arbeitsbedingungen Fehlanzeige“. Im Gegensatz dazu hat der mittlere und kleine Mittelstand wie auch kleine Unternehmen die Weichen voll auf Zukunft gestellt. Kein 9-5-Job, keine starren Regeln und Anwesenheitszeiten, sondern Ergebnisse zählen. Ob die nun zu Hause oder im Büro erledigt werden, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Bei Interviews wird bereits geklärt, dass man sich miteinander entwickeln möchte, sich gegenseitig bereichern will und zusammenwachsen möchte. Doch dies geht nur mit Werten. Das starre System an Regularien wandelt sich. Die rationalen Rahmenbedingungen werden durch Werte und Empathie ersetzt. Das Vorleben spielt heute mehr denn je eine entscheidende Rolle. Und ein fehlendes oder schwaches Wertebild ist ein Wettbewerbsnachteil. Es geht darum, das Wozu im Arbeitsumfeld aufzuzeigen.

Wie ist das jetzt mit den Werten?

Durch die digitale Welt, die Globalisierung und die neuen Möglichkeiten, spielt Klarheit eine wichtige Rolle. Klarheit in dem, wo die Wertschöpfung liegt, Zielstreben nach Mehrwerten für das Gegenüber und nicht die Produktion von starrem Output. Die echten Chancen des Lebens und dies insbesondere in der Wirtschaftswelt lassen sich hauptsächlich dadurch identifizieren, dass sie aus Werten heraus entdeckt werden. Der Betrachter baut eine empathisch-emotionale Verbindung zu einer Möglichkeit auf und kann diese in Bezug zur Marke und zum Unternehmen setzen. Viele nennen dies mitdenken, doch es ist eher ein „mitfühlen“. Nicht jeder denkt und fühlt gleich. Und jeder Mensch schafft andere Assoziationen. Zunehmend sind die Menschen in Unternehmen gefragt, die neue Kombinationen zum Erfolg führen. Die Mitarbeiter und Teams dazu anleiten, dass mehrdimensionales Denken mit Fokus Nutzen/Mehrwerte der Schlüssel für den Erfolg ist.

An dieser Stelle hat ein fehlendes Wertebild katastrophale Folgen. Chancen werden entweder nicht gesehen oder sie laufen konträr der Unternehmenszielsetzung. Somit würden zwar gute Ideen vorhanden sein, wenn sie jedoch nicht auf ein gleiches Ziel einzahlen, hilft die beste Chance nichts – sie heben sich gegenseitig auf.

Gemeinsame Entwicklung, doppelte Erfolgschancen

Ein weiterer Aspekt kommt hinzu. Es werden nicht nur Ressourcen verschwendet, sondern bei einem solchen Vorgehen verwässert die Marke und verliert an Strahlkraft. Die Entwicklungen des Unternehmens laufen entgegen den allgemeinen Entwicklungen der Wirtschaft und es verliert somit den Anschluss.

Unternehmen, die auch morgen und übermorgen noch existieren wollen, müssen ihr WOZU klären. Dies beinhaltet Werte und ihren Beitrag für die Gesellschaft und den einzelnen. Wer mit diesem Ansatz die unternehmerische Zielrichtung vorgibt, ermöglicht es Menschen und Mitarbeitern sich dieser Entwicklung anzuschließen. Dabei ist die Vielfalt an Persönlichkeiten in Unternehmen eine besondere Chance, innovativ und modern die eigene Entwicklung voran zu treiben.

Neues Unternehmerdenken: Die Wissensgesellschaft in der Weiterentwicklung – …

DER NEUE MARKETING-WEG DER DIENSTLEISTUNGSBRANCHE!

Als die Wissensgesellschaft Einzug in die Köpfe der Menschen hielt, hatte das Unternehmen einen klaren Vorteil, das kompetenter, wissender oder informativer war. Die Zeiten haben sich geändert – dank der Digitalisierung.

Wissen ist heute überall nachlesbar und verfügbar. „Frag doch mal Mr. Google“ ist der Satz der heute 12-jährigen, wenn ihnen im Alltag etwas begegnet, das sie nicht verstehen. In den Verkaufsgesprächen im Einzelhandel, wenn sie denn noch stattfinden, ist der Kunde meist besser informiert als der Verkäufer. Und der Besuch beim Arzt entpuppt sich immer mehr dahin, dass der Patient bereits die Diagnose in der Tasche glaubt, bevor der Arzt überhaupt einen Blick auf diesen gerichtet hat. Doch wie haben Unternehmen und hier insbesondere Dienstleister die Chance, sich von anderen und im Markt in dieser Situation abzuheben?

Es muss die Frage gestattet sein: Was unterscheidet Wissen? Gibt es Wissens-Kategorien?
Und dies wiederum stellt die Frage vorab: Was ist Wissen?

Wissen besteht aus Informationen und die werden bekanntlich von jedem anders aufgenommen und bewertet. Es hängt somit von der Perspektive der Unternehmen und deren inhaltlicher Marketing-Strategie ab, welche Sichtweise nach außen kommuniziert wird. Für Edeka als Beispiel sind Lebensmittel nicht nur Nahrungsmittel, sondern ein Teil des Miteinanders im Micro-Umfeld bspw. einer Familie. Für Vorwerk ist Kochen ein Erlebnis im Alltag, das im Rahmen der garantiert leckeren und einfachen Nahrungszubereitung steht – planbar, einfach, köstlich. Amazon versteht sich nicht als Handelsplattform, sondern als Infrastruktur-Anbieter. Alle eint eines: Sie haben einer scheinbar banalen Dienstleistung oder Produkt durch die eigene Perspektive, eine neue Wertigkeit gegeben.

Daher unsere Tipps:

  1. Definieren Sie Ihre Kernleistung (Stärke/Kompetenz)
  2. Welche Perspektive und damit verbundene Wertigkeit haben Sie und Ihr Team, Ihr Unternehmen auf diese Kernleistung?
  3. Welche Werte und Ansprüche haben den größten Einfluss auf die Ausgestaltung Ihres Angebotes?
  4. Haben Sie den Mut, diese andere Perspektive durch ihr Unternehmen in allen Bereichen zu leben?

Wann immer ein Unternehmen die eigene Perspektive maßgeblich in der Entwicklung und die Umsetzung eines Produktes oder einer Dienstleistung integriert, muss dies konsequent vorgenommen werden. Dies bedeutet, dass nicht nur die Kommunikation nach außen, sondern die Leistungserbringung unter dem Einfluss der eigenen Sichtweise und Wertigkeit erstellt werden sollte.

Nehmen wir das Beispiel einer Marketingberatung. Es gilt nicht nur die gängigen Marketing-Tools in ein Konzept zu gießen und daraus eine statische oder dynamische Marketing-Abfolge für das Kunden-Unternehmen zu kreieren. Vielmehr gilt es, bei jedem einzelnen Kunden, dessen empathische Besonderheit und Perspektiven zu identifizieren – man nennt es auch Empathie –  und daraus die einzigartige Marketing-Konzeption mit entsprechender Kommunikation zu erarbeiten. Daraus entsteht eine Besonderheit, die eine Sogwirkung hervorruft. Sie basiert auf der „anderen“ Perspektive des Anbieters.

Wo dieses Prinzip bereits sehr gut sichtbar wird, ist im Veranstaltungsbereich von Verbänden, Clubs, Institutionen. Kündigen sich namhafte Persönlichkeiten an, denen man neben einer Wissenskompetenz zudem einen hohen Erfahrungsschatz in der Anwendung innerhalb ihrer Aktivitäten zuordnet, ist der Zuhörerraum voll. Der Gasthörer und Kunde von heute ist daran interessiert, Wissenskompetenz in der Verknüpfung mit gemachten Erfahrungen und Perspektiven zu erfahren.

Wir stehen daher – endlich – wieder an dem Punkt, der der Gleichheit und dem Gleichmachen ein Ende setzt. Unternehmen müssen sich heute vielmehr darüber Gedanken machen, welche Meinung, welche Einstellung, welche Perspektive, welche Wertigkeit wollen sie mit ihrem Produkt/Dienstleistung nach innen und außen leben.Mit dieser Antwort entsteht ein einzigartiger Weg, der klare Sichtbarkeit schafft und Kunden gewinnt.

mmp veranstaltet erstmalig den Empowerment Business Day

mmp – marketing mit pfeffer setzt einen lang gehegten Wunsch in die Tat um und veranstaltet am 26. Mai 2018 erstmalig den Empowerment Business Day.

 

Der Grundgedanke, einen Tag lang qualitatives Unternehmertum in den Fokus zu stellen und Unternehmer, Manager und Entscheider dazu zu ermutigen, auf Mehrwerte und Nutzen, statt auf Quantität und Einerlei zu setzen, wird erstmalig in einer neuen Form der Veranstaltung umgesetzt.

Keine Leinwand stattdessen eine runde Bühne, keine Stühle stattdessen Sitzblöcke, Sitzsäcke und Liegestühle, sind nur ein Ansatz, was das Veranstaltungsformat besonders macht.

Ein weiterer Aspekt ist die Auswahl an Rednern.
Alle pflegen einen Ansatz und leben ihn in Ihrem unternehmerischen Ansatz:
Nutzen schaffen und Mehrwerte generieren – das ist das Hauptziel.
Ein weiteren Faktor ist der, dass alle 5 Redner plus einem Überraschungsgast das Thema von der Bühne in ihrem Leben verankert haben.
Und damit ist dieses Event einzigartig.

Keine Kompromisse, keine reiner Consumer-Haltung und keine Berieselung, sonder Intaeraktion, Leidenschaft und Begeiesterung für das Unternehmertum und die Wirtschaft sind der Mittelpunkt.

Ein Tag unter Gleichgesinnten mit Anspruch, etwas zu bewegen und etwas zu hiinterlassen, ist das Hauptanliegen.

Nähere Infos und Ticketbestellung erfolgt unter:

300 neugierige und interessierte Teilnehmer*Innen werden an diesem Tag den Weg nach Mömlingen finden und gemeinsam diesen Tag des Unternehmertum zelebrieren.

Unternehmerische Grüße,
Ihre
Nicole M. Pfeffer

Patrick Diemer, CEO LH AirPlus Servicekarten, erhält seine Exemplare „Neues Unternehmerdenken“

Heute hatte ich endlich die Ehre, Patrick Diemer, CEO Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH,seine Buch-Exemplare „Neues Unternehmerdenken“ zu überreichen.

Das Interview mit ihm trägt die Überschrift „Verschwendung vermeiden – und die Moral von der Geschicht'“ und ist gespickt mit wertvollen, unternehmerischen Aussagen.

Ich bin ziemlich stolz, dass er und seine Ansichten Teil meines Buches sind!

Tausend Dank – und wenn Sie ein Reisekosten-Management benötigen: Denken Sie an AirPlus!

Unternehmerische Grüße,
Ihre
Nicole M. Pfeffer

Ein Traum wurde wahr – Autorenlesung im Hugendubel in Frankfurt/M

Gestern war ein besonderer Abend für uns.

Im Rahmen der Reise der Autorenlesungen machte Nicole M. Pfeffer gestern Halt in der Filiale Hugendubel Steinweg in Frankfurt.  Ein toller Abend mit aufmerksamen und interessierten Zuhörern und einer glücklichen sowie motivierten Filialleiterin Frau Hammes liegt hinter uns.
Übrigens die weiteste Anreise hatte ein Zuhörer aus Dormagen …

Und um abschließend noch einmal die Bedeutung des gestrigen Abends mit den Worten von Frau Pfeffer zum Ausdruck zu bringen, hier der genaue Wortlaut:
„Es sind diese Abende, die für mich so unendlich besonders sind…
Seit den 1990er Jahre lebe ich in der RheinMainMetropole. Und seither gehe ich in die Hugendubel Filiale im Steinweg.
Dass ich hier mal als Autorin stehen würde, hätte ich nie gedacht…
Tausend Dank für diesen Moment…“

Unternehmerische Grüße
Ihre
Nicole M. Pfeffer & Team

Fit durch „Vitamin B“? – Warum Netzwerken so wichtig ist

In unseren Projekten sprechen wir stets von der Netzwerk-Poisionierung.
Dies bedeutet nichts anderes als Spuren zu den eigenen Stärken und Kompetenzen zu hinterlassen. Und von möglichst vielen Menschen und Unternehmen deren Stärken und Kompetenzen zu erfahren.
Das Ziel besteht darin, möglichst viele Gleichgesinnte und Andersdenkende die Chance zu geben, in den gemeinsamen Austausch, in die gemeinsame Aktion und das gemeinsame Handeln zu kommen.

Vorteile der Netzwerk-Positionierung

Die Netzwerk-Positionierung unterstützt das Momentum des eigenen Handelns und der eigenen Entwicklung.
Wenn Menschen und Unternehmen auf die eigene Person und das eigene Unternehmen aufmerksam werden, ist die Chance viel größer, für bestimmte Situationen und Problemstellungen in Betracht zu kommen.

Netzwerken für den Mehrwertaufbau

Zudem setzt eine gute Netzwerk-Positionierung voraus, ein Netz an intressanten und guten Netzwerkpartner aufzubauen und pflegen.
Oftmals ist es so, dass das eigene Know-how und die eigenen Kompetenzen zu Mehrwerten führen, die sonst in der Form nicht entstanden wären.

Auf die Grundeinstellung kommt es an

Daher ist die Grundeinstellung bei Aufbau einer guten bis sehr guten Netzwerk-Positionierung von entscheidender Bedeutung.
Unsere Überzeugung besteht aus dem Anspruch, zuerst anderen einen Mehrwert und Nutzen zu liefern. Und erst dann an sich und das eigene Unternehmen zu denken. Vielmehr denkt der erfolgreiche Netzwerker daran, wie kann er zu Nutzen für andere seine Fähigkeiten und Wissen einsetzen.

Was aus unserer Sicht notwendig ist, wie wir denken und wie wir vorgehen, hören Sie in den aktuellen Teasern auf RADIOEXPERTEN hören.

Viel Freude beim Reinhören!

Unternehmerische Grüße,
Ihre
Nicole M. Pfeffer

PS: Weitere Infos finden Sie auch unter unserer Rubrik Interaktive Workshops/Trainings!

NEUGIERIG BLEIBEN – WIE WIRD NEUES DENKEN INITIIERT? PODCAST VON NICOLE M. PFEFFER

Oftmals verbinden wir mit Neuem Denken neue Technologien oder neue Patente. Neues Denken in unserem Verständnis von mmp heißt beispielsweise u. a. neue Technologien für meine Themen und Stärken einzusetzen. In unserem Verständnis ist nicht die Digitalisierung der neue Trend, sondern das was wir aus den Möglichkeiten der Digitalisierung im Zusammenhang mit unserem Können machen.

Um genau diese Perspektive einzunehmen, müssen wir eine grundsätzliche Neugier für die Geschehnisse und für die Welt um uns herum haben. Schaffen wir es, nach den Schlüsselfaktoren von Erlebnisse und Erfolgsgeschichten zu suchen, haben wir eine Grundlage, die wir in Aufgaben einsetzen und die zum Erfolg führen können.

Doch zunächst gilt das Motto:
Sammeln Sie spannende Informationen aus Ihrem Umfeld – bleiben Sie neugierig, um diese zu erkennen und zu sehen. Denn nur dann können Sie diese angepasst an Ihre Person und Ihr Unternehmen einsetzen.

Neugier bewahrt Sie zudem davor, ins Abseits zu geraten. Sie entwickeln sich kontinuierlich weiter, integrieren ideenreiche Ansätze in Ihren Alltag und bleiben so nie auf einer Stelle stehen.

Hören Sie doch mal rein – denn „neugierigbleiben“ entscheidet u. a. über Ihren Erfolg von morgen.